Pentagon verbietet Google Street-View-Aufnahmen von MilitÀreinrichtungen
Der Suchmaschinendienstleister hat nach Aufforderung Panorama-Bilder einer MilitÀrbasis entfernt, vom Pentagon wird nach weiteren Bildern gesucht.
Nachdem detaillierte Fotografien vom Fort Sam Houston [1] in San Antonio (Texas) in Googles Street View [2] aufgetaucht sind, ist das Pentagon eingeschritten. Der Suchmaschinendienstleister darf nun aus SicherheitsgrĂŒnden keine Fotos mehr von militĂ€rischen Installationen machen. Die Aufnahmen werden von Google mit Fahrzeugen erstellt, auf deren Dach Kameras montiert sind.
Man habe nichts gegen Google und seine Produkte, sagte [3] Gary Ross, ein Sprecher des U.S. Northern Command [4], "aber Street View stellt gut erkennbare Bilder von Kontrollstellen, Barrieren, Kommandozentralen und Sicherheitsvorkehrungen zur VerfĂŒgung, die ein Risiko fĂŒr unsere SchutzmaĂnahmen darstellen". Offensichtlich war es den Google-Mitarbeitern erlaubt worden, in die MilitĂ€ranlage mit dem Autor zu fahren, falls sie keine Aufnahmen der alten Anlage machen, die vom MilitĂ€r noch benutzt wird.
Google ist der Aufforderung des Pentagon nachgekommen und hat die Bilder wieder entfernt. Google-Sprecher Larry Yu erklĂ€rte, es sei ein Fehler des Fahrers gewesen, in die MilitĂ€ranlage zu fahren und dort Bilder zu machen. Die Fahrer hĂ€tten die Anweisung, nicht in MilitĂ€ranlagen oder auf PrivatstraĂen zu fahren und Verbotschilder zu beachten. Man reagiere nicht nur auf Hinweise des MilitĂ€rs, betonte Yu, sondern auch auf Beschwerden von Kunden. Wer Probleme mit Aufnahmen habe, soll sich melden, forderte er auf. Das Pentagon ĂŒberprĂŒft nun Street View, ob dort weitere Aufnahmen enthalten sind, die Google aus SicherheitsgrĂŒnden entfernen soll.
Mit dem Start [5] von Street View waren Bedenken in den USA laut geworden, denen das Aufnehmen und Anbieten von Panorama-Ansichten der StraĂenansichten von StĂ€dten zusĂ€tzlich zu den Karten und Sateliten- und Luftbildern in Google Maps zu weit ging. Google musste einige Bilder entfernen, in Kanada [6] und Australien [7] muss der Konzern zum Schutz der PrivatsphĂ€re dafĂŒr sorgen, dass Gesichter und Fahrzeugnummern nicht kenntlich sind. (fr [8])
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[1] http://fshtx.army.mil/
[2] http://maps.google.com/help/maps/streetview/
[3] http://www.latimes.com/technology/la-fi-google7mar07,1,6259319.story
[4] http://www.northcom.mil/
[5] http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25431/1.html
[6] https://www.heise.de/news/Googles-Datenschutzbeauftrager-verteidigt-Street-View-178803.html
[7] https://www.heise.de/news/Googles-Street-View-kommt-unter-Auflagen-nun-auch-in-Australien-199114.html
[8] mailto:fr@heise.de
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