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Peloton: Hoffnung auf Aufkauf durch Apple

Ben Schwan

(Bild: Peloton)

Der Hersteller teurer StandrÀder und LaufwÀnder mit Netzanbindung soll seine Produktion temporÀr gestoppt haben. Analysten sehen Kaufinteresse.

Probleme bei Peloton: Beim bekannten Hersteller von "Connected Fitness"-GerĂ€ten, der in der Pandemie bislang ein sehr gutes GeschĂ€ft gemacht haben soll, wurde Berichten zufolge die Produktion gestoppt, da man eine "signifikante Reduktion" des Kundeninteresses festgestellt habe. Die Schwierigkeiten sorgen dafĂŒr, dass es GerĂŒchte ĂŒber mögliche Kaufkandidaten fĂŒr die Firma gibt. Ganz oben auf der Liste steht demnach angeblich Apple.

Der iPhone-Konzern hatte im Jahr 2020 einen eigenen Sport-Abodienst namens Fitness+ [1] gestartet, der mittlerweile auch in Europa verfĂŒgbar ist – und damit Peloton direkte Konkurrenz gemacht. Das Start-up, das bereits an der Börse gelistet ist, verkauft nicht nur Produkte wie die StandrĂ€der Bike und Bike+ sowie das Laufband Thread [2] (ab 1500 Euro aufwĂ€rts), sondern vor allem seinen eigenen digitalen Fitness-Dienst zum Preis von 40 Euro im Monat. Dieser zeigt zahlreiche Kurse und Live-Sessions auf dem Bildschirm des GerĂ€ts. Apples Fitness+ ist mit 10 Euro im Monat signifikant gĂŒnstiger und bietet zudem viele Kurse, fĂŒr die man keine zusĂ€tzliche Hardware benötigt.

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Laut einer vertraulichen PrĂ€sentation gibt es bei Peloton derzeit geschĂ€ftliche Schwierigkeiten [4], berichtet der US-Börsensender CNBC unter Berufung auf interne Dokumente. Das Unternehmen versuche, Kosten zu reduzieren und im Februar und MĂ€rz sein Standardmodell "Bike" nicht mehr herzustellen – obwohl es einst schwer fĂŒr Kunden war, die GerĂ€te zu bekommen. Das "Bike+" wird angeblich seit Dezember nicht mehr gebaut – geplant sei das bis Juni. Das Laufband "Thread" werde ab Februar sechs Wochen lang nicht mehr hergestellt. Das erweiterte Modell "Thread+", das es in Deutschland noch nicht gibt, wird im Fiskaljahr 2022 angeblich gar nicht mehr produziert. Hier hatte es im letzten Jahr in den USA einen SicherheitsrĂŒckruf gegeben [5]. Genauere Daten zu Pelotons aktuellem GeschĂ€ft sind am 8. Februar zu erwarten, dann werden die Quartalszahlen kommuniziert.

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Wie der IT-Newsdienst The Information schreibt, könnte sich Apple als möglicher Retter ins Spiel bringen. In einem Beitrag unter der Überschrift "Warum Apple Peloton kaufen wird" [7] heißt es, die schlechten Zahlen seien ein Vorspiel fĂŒr eine Akquisition. Apple könne seinen Fitness+-Dienst so durch passende Hardware erweitern. Vergleichsweise preiswert wĂ€re das wohl: Die Peloton-Aktie liegt aktuell 85 Prozent unter dem Kurs von vor einem Jahr – und 5 US-Dollar unter Ausgabekurs. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 8,8 Milliarden Dollar. Das wĂ€re fĂŒr Apple problemlos zu stemmen, allerdings dennoch der bislang grĂ¶ĂŸte Aufkauf nach der Übernahme von Beats fĂŒr drei Milliarden Dollar [8]. Ob an den GerĂŒchten etwas dran ist, lĂ€sst sich aktuell noch nicht sagen. (bsc [9])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-6335629

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Fitness-Apple-bringt-Fitness-Abo-Dienst-nach-Deutschland-6250160.html
[2] https://www.onepeloton.de/
[3] https://www.heise.de/mac-and-i
[4] https://www.cnbc.com/2022/01/20/peloton-to-pause-production-of-its-bikes-treadmills-as-demand-wanes.html
[5] https://www.wired.com/story/peloton-treadmill-recall/
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://www.theinformation.com/articles/why-apple-will-buy-peloton
[8] https://www.heise.de/news/Apple-bestaetigt-Kauf-von-Beats-Music-und-Beats-Electronics-2211057.html
[9] mailto:bsc@heise.de