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Patentklage gegen Intel und Dell

Dr. Jürgen Rink

MicroUnity wirft Intel und Dell Patentverletzungen im Zusammenhang mit Hyperthreading und Multimedia-Verarbeitung in Pentium-Prozessoren vor.

Das Software-Unternehmen MicroUnity [1] glaubt, dass Intel [2] mit der Hyperthreading-Technik und der Verarbeitung von Multimedia-Daten in Pentium-Prozessoren gegen seine Patente verstößt. Mit einer Patentklage will das Unternehmen nun die eigenen Rechte durchsetzen. Auch Dell sieht sich mit einer Klage von MicroUnity konfrontiert, weil das Computer-Unternehmen diese Multimedia-Technik in ihren Produkten verwendet.

Zu Zeiten der Dotcom-Ära hatte MicroUnity im Silicon Valley eine eigene Chip-Fabrik. Einer ihrer Gründer war John Moussouris, der die RISC-Technologie für Prozessoren erfunden hat. MicroUnity wollte eine Plattform für Wohnzimmer-Computer herstellen, doch die Rechnung ging nicht auf. Das Unternehmen überlebte mit Lizenzeinnahmen durch Rechte an Halbleiterfertigungstechniken.

MicroUntiy beauftragte die gleiche Anwaltskanzlei mit dem Fall, die schon die Chip-Schmiede Intergraph erfolgreich gegen Intel vertreten [3] hat. Bis dato hat Intel 150 Millionen Dollar an Intergraph gezahlt. Über die Höhe der Forderungen der MicroUnity-Klage ist nichts bekannt; sie wurde bei einem Gericht in Marshall, Texas eingereicht. (jr [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-96137

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.microunity.com/index.html
[2] http://www.intel.com/corporate/europe/emea/deu/index.htm
[3] https://www.heise.de/news/Etappensieg-fuer-Intel-in-langjaehrigem-Patentstreit-93343.html
[4] mailto:jr@ct.de