Oracles Übernahmepläne für BEA vorerst gescheitert
Die BEA-Aktionäre sollten nicht davon ausgehen, dass Oracle zukünftig sein Angebot von 17 Dollar je Aktie erneuern werde, betonte das Unternehmen nach dem Auslaufen des Ultimatums für die Übernahmeofferte.
Oracle [1], Datenbank- sowie Businesssoftware-Spezialist und einer der Hauptkonkurrenten von SAP, ist mit seiner Übernahmeofferte für das US-Softwarteunternehmen BEA Systems [2] gescheitert. Oracle hatte 6,7 Milliarden Dollar (17 Dollar je Aktie) für BEA geboten. Vergangene Woche hatte der Konzern, nachdem BEA die Übernahmeofferte als zu niedrig abgelehnt hatte, ein Ultimatum [3] bis zum gestrigen Sonntag, 17 Uhr kalifornischer Zeit, gesetzt. BEA hatte 21 Dollar je Aktie oder rund 8,2 Milliarden Dollar verlangt [4], was Oracle wiederum als "unmöglich hohen Preis" ablehnte. Nun gab Oracle das Auslaufen des Angebots bekannt.
Die BEA-Aktionäre sollten nicht davon ausgehen, dass Oracle zukünftig sein Angebot von 17 Dollar je Aktie erneuern werde, betonte das Unternehmen. Oracle habe den BEA-Verwaltungsrat aufgefordert, die Aktionäre über die Offerte von 17 Dollar je Aktie abstimmen zu lassen. Dies sei nicht geschehen. Falls die BEA-Aktionäre unzufrieden mit dem Verhalten des Verwaltungsrates seien, müssten sie selbst angemessene Maßnahmen ergreifen. BEA-Großaktionär Carl Icahn hatte das Vorgehen des BEA-Aufsichtsgremiums scharf kritisiert und gar eine Abstimmung über das Oracle-Angebot gerichtlich erzwingen wollen [5]. US-Beobachter gehen davon aus, dass Icahn die Pläne zum Verkauf BEAs weiter verfolgen wird. (jk [6])
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[3] https://www.heise.de/news/Bea-Systems-laesst-Oracles-Ultimatum-kalt-188460.html
[4] https://www.heise.de/news/Oracle-lehnt-BEA-Forderung-fuer-hoeheren-uebernahmepreis-ab-189658.html
[5] https://www.heise.de/news/Investor-will-Abstimmung-ueber-BEA-uebernahme-durch-Oracle-vor-Gericht-erzwingen-190084.html
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