zurück zum Artikel

Oracle gegen Peoplesoft: die Schlammschlacht geht weiter

Hans-Peter Schüler

Kaum hat Oracle eigene Kandidaten für den Vorstand des übernahmebedrohten Mitbewerbers Peoplesoft nominiert, kontert dieser mit dem Vorwurf, diese seien nicht unabhängig.

Kaum hat Oracle [1] eigene Kandidaten für den Vorstand des übernahmebedrohten [2] Mitbewerbers Peoplesoft [3] offiziell nominiert [4], kontert dieser: Die Oracle-Nominees hätten sich nur gegen Bezahlung zur Wahl stellen lassen und seien im Übrigen über vertragliche Vereinbarungen an Oracle gebunden. Die nahe liegende Schlussfolgerung liefert die Presseinformation des ERP-Softwarehauses gleich mit: "Peoplesoft ist überzeugt davon, dass die Kandidaten von Larry Ellison nicht unabhängig sind [...]. Diese Voreingenommenheit wird zu Interessenkonflikten führen, wenn die Kandidaten in das Peoplesoft Board gewählt werden."

Ob die Unterstellung nun zutrifft oder nicht: Keiner der Kandidaten, darunter zwei Wirtschaftsprofessoren amerikanischer Hochschulen, dürfte die Nachricht von sich aus verbreitet haben. Peoplesoft hat sich indes trotz Nachfrage nicht darüber ausgelassen, woher diese Information stammt. Angesichts des rüden Umgangs [5], den die Streitparteien miteinander pflegen, muss man wohl auch den Vorwürfen von PeopleSoft mit einer gewissen Skepsis gegenübertreten. (hps [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-92473

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.oracle.de
[2] https://www.heise.de/news/Larry-Ellison-auf-Bauernfang-80219.html
[3] http://www.peoplesoft.de
[4] https://www.heise.de/news/Oracle-im-Wahlkampf-um-Peoplesoft-92307.html
[5] https://www.heise.de/news/Oracle-gegen-Peoplesoft-schweres-Geschuetz-kerniger-Rueckstoss-80365.html
[6] mailto:hps@ct.de