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OpenSolaris lässt Linux-Programme laufen

Mattias Hermannstorfer

Sun Microsystems hat das Linux-Kompatibilitätspaket als Development Preview für OpenSolaris zur Verfügung gestellt.

Mit knapp einjähriger Verspätung stellt Sun [1] das Linux-Kompatibilitätspaket als Development Preview für OpenSolaris zur Verfügung. Patches und Pakete sind allerdings auf Suns eigene Distribution Solaris Express: Community Release [2] und Intels 32- und 64-bittige x86-Architektur beschränkt.

UrsprĂĽnglich als Projekt Janus [3] als Zusatz zur Version 10 des Sun-Betriebssystems geplant, hat der Unix-Spezialist die Software zwischenzeitlich zur Nutzung seiner Virtualisierungstechnik Solaris Zones [4] umgeschrieben. Mit BrandZ [5] lassen sich komplette non-native Betriebsystemumgebungen als branded Zones einrichten. Im Unterschied zu Xen [6] werden keine Hardwarekomponenten virtualisiert, sondern der Kernelraum des jeweiligen Betriebssystems. Alle Userspace-Anteile mĂĽssen als native Komponenten nachinstalliert werden.

So emuliert die lx-Brand Kernel- und glibc-Schnittstellen von Red Hats Enterprise Linux 3.X oder dessen Clone CentOS. Skripte helfen bei der Installation der restlichen Distribution. Linux-Programme laufen anschließend ohne Veränderungen – unabhängig vom verwendeten Solaris-Kernel jedoch nur in der 32-Bit-Variante. Sun ließ offen, wann die Technik als Solaris Containers for Linux Applications [7] als Update für Solaris 10 zur Verfügung stehen wird. (mhe)


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-159455

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.sun.de
[2] http://opensolaris.org/os/downloads/
[3] https://www.heise.de/news/Solaris-10-zum-Download-freigegeben-Update-131276.html
[4] http://www.sun.com/bigadmin/content/zones/
[5] http://opensolaris.org/os/community/brandz/
[6] http://www.cl.cam.ac.uk/Research/SRG/netos/xen
[7] http://www.sun.com/software/solaris/scla.jsp