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Opel Ampera: Europa-Version des Chevrolet Volt

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Als Opel Ampera debütiert die Europa-Version des Chevrolet Volt auf dem Genfer Salon. Kurz vor der offiziellen Premiere hat Opel eine Reihe detaillierter Fotos veröffentlicht

Rüsselsheim, 3. März 2009 – Langsam wird für die Marketing-Experten die Auswahl an Namenspatronen für Fahrzeuge mit Elektroantrieb knapp: Alessandro Volta und Nikola Tesla, nach denen die Einheiten für elektrische Spannung beziehungsweise magnetische Flussdichte benannt worden sind, finden sich bereits in den Markenlogos von Autoherstellern wieder, und nun landet auch Monsieur Stromstärke, André Marie Ampère, auf der Straße: Denn als Opel Ampera wird die Europa-Version des Chevrolet Volt ihre Weltpremiere auf dem Genfer Auto-Salon 2009 (Publikumstage: 5. bis 15. März) feiern.

Ein erstes Ende Januar veröffentlichtes Bild des Ampera weist eine starke äußere Ähnlichkeit zu den schon seit September 2008 bekannten Bildern von der Serienversion des Chevy Volt auf. Doch natürlich präsentiert sich die Rüsselsheimer Variante mit dem berühmten Opel-Logo. Jetzt hat Opel weitere Fotos von Details wie dem Stromanschluss und dem Innenraum veröffentlicht, in dem sich die starke Familienähnlichkeit fortsetzt.

Opel Ampera: Europa-Version des Chevrolet Volt (0 Bilder) [1]

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Der Ampera erhält den von GM entwickelten seriellen Hybridantrieb namens "Voltec" – ein weiterer Hinweis auf die Blutsverwandtschaft mit dem Chevy Volt. Das Besondere an diesem Antriebskonzept: Kurze Strecken bis zu 60 Kilometer legt der Ampera rein elektrisch zurück – mit Strom aus einer Lithium-Ionen- (Li-Ion)-Batterie. Diese kann an einer herkömmlichen 230-Volt-Steckdose geladen werden. Auch auf längeren Strecken erfolgt der Antrieb ausschließlich per Elektromotor: Bevor die Batterie völlig entladen wird, wird sie per Generator nachgeladen, den ein Verbrennungsmotor antreibt (Range Extender). Im Volt kommt dazu ein Einliter-Turbobenziner zum Einsatz, den auch der Ampera erhalten dürfte.

Die T-förmige Batterieeinheit wird unter dem Mitteltunnel und den Rücksitzen in die Karosseriestruktur integriert. So bleibt Platz für vier Personen, und der Hersteller kann für Hybrid- und konventionelle Versionen die gleiche Plattform nutzen, was einen erheblichen Kostenvorteil für die Serienproduktion bedeutet. Der Ampera soll sich rein elektrisch betrieben besonders für den Alltagseinsatz in Europa eignen. Denn Opel zufolge legen beispielsweise 80 Prozent der deutschen Autofahrer täglich weniger als 50 Kilometer zurück. Während der Chevrolet Volt bereits 2010 in Nordamerika erhältlich sein soll, müssen europäische Kunden auf den Opel Ampera wohl noch ein Jahr länger warten.

Weitere offizielle Informationen zum Opel Ampera wird der Hersteller erst am 3. März auf dem Genfer Salon verkünden, doch sind bereits einige – womöglich vorläufige – technische Details des Chevy Volt bekannt, die einen Eindruck von den Fahrleistungen vermitteln. Während eines Kongresses zur Elektromobilität im vergangenen Oktober in Berlin nannte ein GM-Sprecher Eckdaten, die ein "temperamentvolles" Fahrverhalten des Amerikaners versprechen: Demnach hat der Elektromotor eine Leistung von 111 kW (150 PS) und liefert von der ersten Umdrehung an ein Drehmoment von 370 Nm. Auch die Fahrleistungen sind typisch für ein elektisch angetriebenes Fahrzeug: Den Sprint auf 100 km/h soll der Volt in weniger als 9 Sekunden absolvieren, doch in höheren Geschwindigkeitsbereichen lässt die Kraft des Elektromotors nach – die Höchstgeschwindigkeit wurde im Oktober 2008 mit 161 km/h angegeben,.

Das T-förmige Akku-Modul ist nach den vorliegenden Informationen kein Leichtgewicht: Die Batterieeinheit wiegt insgesamt 180 Kilogramm und beherbergt 220 Li-Ion-Zellen mit einer Gesamtkapazität von 16 kWh haben sollen. Um die Lebensdauer der Batterien zu verlängern und um einer Aufheizung der Li-Ion-Zellen vorzubeugen, werden diese jedoch weder vollständig geladen noch entladen. (imp)


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