Online-Musikdienst Napster erwartet geringere Verluste
Napster prophezeite neben einem niedrigeren Verlust einen Umsatz von 26 Millionen US-Dollar und 600.000 Kunden für seine Mietmusik-Abodienste.
Napster [1], unter dem Markennamen des Urvates der Online-Tauschbörsen gestarteter [2] kommerzieller Online-Musikdienst, hebt seine Prognose für sein viertes Geschäftsquartal an. Aufgrund starken Wachstums der Abonnentenzahlen erwarte man substanziell niedrigere Verluste als bislang prognostiziert, erklärte Napster. Im vorherigen Quartal [3] hatte Napster, der seine Dienste seit Dezember auch in Deutschland anbietet [4], die Verluste noch ausgeweitet.
Bislang gingen Analysten von einem Verlust von 36 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 25 Millionen US-Dollar aus. Napster prophezeite nun neben einem niedrigeren Verlust einen Umsatz von 26 Millionen US-Dollar und 600.000 Kunden für seine Musik-Abodienste. Zum Ende des dritten Quartals lag die Zahl der Kunden noch bei 500.000; damals sprach Napster von einer Steigerung um 66.000 im Quartal.
Kunden erhalten bei Napster im Rahmen eines Abo-Modells für 10 Euro monatlich Zugriff auf einen Katalog von 1,5 Millionen Titeln. Im Unterschied zu seinem P2P-Vorgänger [5] liefert der legale Napster mit digitalem Rechtemanagement (DRM) geschützte WMA-Dateien mit 192 kBit/s von einem zentralen Server aus. Das Microsoft-DRM sorgt dafür, dass alle heruntergeladenen Titel nicht mehr abspielbar sind, sobald das Napster-Abo gekündigt wird – die Musik ist nur gemietet. (jk [6])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-116053
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.napster.de
[2] https://www.heise.de/news/Napster-2-0-gestartet-Update-87619.html
[3] https://www.heise.de/news/Napster-bleibt-in-den-roten-Zahlen-173547.html
[4] https://www.heise.de/news/Napster-Start-in-Deutschland-156071.html
[5] https://www.heise.de/news/Napster-muss-nicht-vollstaendig-vom-Netz-36180.html
[6] mailto:jk@heise.de
Copyright © 2006 Heise Medien