Online-Demo gegen Lufthansa
Am Tag der Aktionärsversammlung wollen Menschenrechtsgruppen das Web-Portal der Lufthansa lahm legen.
Für den 20. Juni planen Menschenrechtsgruppen eine Online-Protestaktion gegen die Lufthansa AG. Am Tag der Aktionärsversammlung soll das Web-Portal der Kranich-Linie lahm gelegt werden. Die Aktivisten werfen der Fluglinie vor, sie profitiere von der Abschiebung der etwa dreißigtausend Flüchtlinge jährlich, die zur Hälfte mit Lufthansa-Maschinen zurückgeschickt werden.
Spätestens am 5. Juni werden die Initiativen auf ihrer Internetseite "Stop Deportation Business" [1] eine Software zum Download anbieten, die in genügender Zahl am Stichtag eingesetzt, einen lawinenartiges Nutzerintresse am Webportal der Lufthansa organisieren kann. Die Lufthansa prüft mittlerweile juristische Schritte gegen die Initiatoren der Aktion. Swen Maier von der Aktionsgruppe Libertad erklärte unterdessen gegenüber heise online: "Die Aktion ist legal, sie nutzt den öffentlichen Raum des Internet und ist vom Demonstrationsrecht gedeckt. Wer im Internet Geschäfte macht, muss sich auch Protestaktionen gefallen lassen". (thd)
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