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Nvidia-Treiber unterstützt 3D-Blu-rays

Martin Fischer

Der Beta-Treiber 257.15 spielt 3D-Blu-rays ab, unterstützt OpenGL 4.0 und bietet erweiterte Einstellungen für Multi-GPU-Systeme.

Für Nvidia [1]-Grafikkarten gibt es seit kurzem den neuen Beta-Treiber GeForce 257.15 [2], den ersten der lange angekündigten 256er-Treiberserie. De Treiber bringt eine Menge neuer Funktionen mit und lässt einige Spiele mit den neuen GeForce-400-Chips [3] etwas schneller laufen: Nvidia verspricht kräftige Performance-Verbesserungen etwa bei Aliens vs. Predator, Just Cause 2 und Metro 2033. Außerdem unterstützt der 257.15 nun CUDA 3.1 und OpenGL-4.0-Anwendungen. Letzteres lässt sich mit dem Tessellation-Benchmark Unigine Heaven [4] nachvollziehen, der seit Version 2.1 [5] eben auch mit OpenGL 4.0 und 3D-Stereo läuft.

Der neue GeForce-Treiber erlaubt zudem die Wiedergabe zukünftiger 3D-Blu-rays (Stereoskopie-Modus). Dazu ist mindestens eine Grafikkarte der 200er-Generation [6] erforderlich. Am 1. Juni wird [7] die erste Blu-ray-Disc mit stereoskopischen 3D-Bildern erwartet. Die über mehrere Anzeigegeräte verteilte stereoskopische Darstellung, 3D Vision Surround [8], soll erst mit dem finalen Treiber funktionieren.

Mithilfe eines Tools und dem aktuellen GeForce-Treiber klappts auch mit Supersampling-Antialasing.

(Bild: c't)

Für Nutzer mehrerer Grafikkarten im SLI-Verbund hat Nvidia außerdem bessere Kantenglättungsmodi (Antialiasing/AA) freigegeben. So lässt sich bei drei via SLI zusammen arbeitenden GeForce-200-Karten nun 48-faches Antialiasing einstellen, bei GeForce-400-Karten ist sogar bis zu 96-fache Kantenglättung drin. Ein separat herunterladbares Tool [9] ermöglicht das qualitativ hochwertige Supersampling-Antialiasing (2x, 4x, 8x) in DirectX-11-Spielen. Außerdem verbesserte Nvidia die Umgebungsverdeckung Ambient Occlusion.

Auch die SLI- und PhysX-Einstellungen im Treiber wurden überarbeitet. So lassen sich nun beispielsweise zwei Grafikchips im SLI-Modus koppeln und einem dritten die PhysX-Berechnungen zuweisen. Auch welcher Chip in Multi-GPU-Systemen die CUDA-Kalkulationen übernimmt, etwa beim Video-Trancoding, ist über das Treibermenü nun festlegbar.

Bei einigen Spielen soll der GeForce 257.15 die 3D-Performance verbessern.

(Bild: Nvidia)

Der GeForce 257.15 Beta unterstützt sowohl Desktop- (ab GeForce 6) als auch Notebook-Grafikchips (ab GeForce 8200M / Quadro FX 360M) und funktioniert unter Windows 7, Vista und XP. Der finale Treiber mit WHQL-Zertifikat soll laut Nvidia im Juni kommen. (mfi [10])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1007529

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.nvidia.com
[2] http://www.nvidia.com/Download/Find.aspx
[3] https://www.heise.de/news/Nvidia-praesentiert-GeForce-GTX-470-und-GTX-480-965390.html
[4] https://www.heise.de/news/Unigine-Heaven-Erster-DirectX-11-Benchmark-838186.html
[5] http://unigine.com/products/heaven/
[6] https://www.heise.de/news/Nvidia-kratzt-mit-neuen-Grafik-und-Compute-Prozessoren-an-der-TFLOPS-Schallmauer-214357.html
[7] https://www.heise.de/news/Wolkig-mit-Aussicht-auf-3D-965581.html
[8] https://www.heise.de/news/Stereoskopische-3D-Darstellung-mit-mehreren-Monitoren-899489.html
[9] http://nvidia.custhelp.com/cgi-bin/nvidia.cfg/php/enduser/std_adp.php?p_faqid=2624
[10] mailto:mfi@heise.de