Nokia einigt sich mit türkischer Regierung über Forderungen an Telsim
Der finnische Mobiltelefon-Hersteller hat sich mit dem staatlichen Spareinlagen-Sicherungsfonds darauf geeinigt, einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf des Mobilfunkbetreibers als Rückzahlung für einen Kredit zu bekommen.
Der finnische Mobiltelefon-Hersteller Nokia hat sich nach eigenen Angaben mit der türkischen Regierung über Geldforderungen an den Mobilfunkbetreiber Telsim [1] geeinigt. Nokia werde nach dem Verkauf der Besitztümer von Telsim durch den staatlichen türkischen Spareinlagen-Sicherungsfonds (TMSF) eine Zahlung bekommen. Die Höhe der Zahlung hänge ab von dem endgültigen Verkaufspreis, teilt Nokia mit [2].
Nokias Ansprüche reichen in das Jahr 2000 zurück. Im Oktober 2004 bestätigte [3] ein US-Berufungsgericht Forderungen gegen die früheren Telsim-Besitzer, die türkische Familie Uzan, die von Motorola und Nokia 2,13 Milliarden US-Dollar als Kredit für den Aufbau eines Funknetzes bekommen hatte. Inklusive der familieneigenen Imar-Bank sollen die Uzans einen Schuldenberg in Höhe von 4,37 Milliarden Euro angehäuft haben. Im Februar 2004 übernahm der TMSF gut 200 Unternehmen der Uzan Group. (anw [4])
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[1] http://www.telsim.com.tr
[2] http://press.nokia.com/PR/200508/1008785_5.html
[3] https://www.heise.de/news/US-Gerichtserfolg-fuer-Motorola-und-Nokia-gegen-tuerkische-Medienmogule-111124.html
[4] mailto:anw@heise.de
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