zurück zum Artikel

Nokia baut UMTS-Netz für E-Plus

Peter-Michael Ziegler

Nokia wird für den drittgrößten Mobilfunkanbieter hierzulande, E-Plus, einen Großteil der UMTS-Infrastruktur aufbauen.

Nokia wird für den drittgrößten Mobilfunkanbieter hierzulande, E-Plus [1], einen Großteil der UMTS-Infrastruktur aufbauen. Das gab die niederländische Konzern-Mutter KPN [2] am Montag bekannt. Neben der Technik, die die einzelnen Funk-Stationen untereinander verbindet, liefert Nokia künftig gemeinsam mit Ericsson auch die UMTS-Basisstationen. Der Auftragswert für Nokia soll bei rund 150 Millionen Euro liegen.

US-Telecom-Ausrüster Lucent Technologies hingegen ist ganz aus dem Rennen; der schwer angeschlagene Netzwerkspezialist [3] wollte ursprünglich Basisstationen im Wert von 90 Millionen US-Dollar liefern. Ericsson hatte im vergangenen Jahr angekündigt [4], Alleinlieferant für das Kernnetz von E-Plus zu sein.

Die Entscheidung für den finnischen Handy-Weltmarktführer sei insbesondere wegen der vorhandenen GSM- und GPRS-Netzinfrastruktur gefallen, die hierzulande ausschließlich auf Nokia-Technik aufbaue, teilte der Konzern in Den Haag mit. In Belgien und den Niederlanden hingegen bleibe Ericsson der bevorzugte UMTS-Lieferant für KPN.

Horst Lennertz, Chef der KPN-Mobilfunksparte, sagte, dass die ersten UMTS-Feldversuche in Deutschland noch in diesem Jahr stattfinden sollen. Der kommerzielle Start sei für die zweite Hälfte 2003 anvisiert. (pmz [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-60223

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.e-plus.de
[2] http://www.kpn.com
[3] https://www.heise.de/news/Lucent-mit-gigantischen-Verlusten-47002.html
[4] https://www.heise.de/news/KPN-laesst-drei-UMTS-Netze-von-Ericsson-bauen-38984.html
[5] mailto:pmz@ct.de