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Nissan GT-R mit kleinem Facelift

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Mit einem kleinen Facelift will Nissan den Sportwagen GT-R aktuell halten. Drei Jahre nach seiner Vorstellung wurden am japanischen Coupé Fahrwerk, Innenraum und Motor leicht überarbeitet

Brühl, 19. Oktober 2010 – Mit einem kleinen Facelift will Nissan den Sportwagen GT-R aktuell halten. Drei Jahre nach seiner Vorstellung wurden am japanischen Coupé Fahrwerk, Innenraum und Motor leicht überarbeitet.

Die Leistung des Biturbo-V6 stieg von 485 auf 530 PS bei 6400 U/min. Auch das maximale Drehmoment stieg von 588 auf 612 Nm im Bereich von 3200 bis 6000 U/min. Ein neuer Katalysator und eine andere Motorsteuerungselektronik sorgen dafür, dass der GT-R die US-amerikanischen SULEV-Abgasstandards erfüllt. Durch Änderungen von Ladedruck und Ventilsteuerzeiten soll außerdem der Verbrauch gesenkt worden sein, allerdings fehlen nach europäischem Standard gemessene Werte. Bisher benötigte der GT-R 12,4 l/100 km – ein ähnlich starker Porsche 911 Turbo kommt mit 11,6 l/100 km aus.

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Zum niedrigeren Verbrauch soll auch ein neuer Save-Modus des sechsstufigen Doppelkupplungsgetriebes beitragen, der nach Aussage von Nissan „auf langen Autobahnetappen das Schaltverhalten optimiert“. Die Federraten, Stoßdämpfer und Stabilisatoren an der Vorderachse wurden ebenfalls modifiziert, außerdem wurde der Nachlaufwinkel vergrößert, was die Traktion erhöhen soll. Damit einher geht allerdings im Normalfall auch eine etwas schwergängigere Lenkung. Auch die Absenkung des Rollzentrums an der Hinterachse soll, so Nissan, "die Traktion in Kurven zu steigern und dem Fahrer ein direkteres Fahrgefühl zu vermitteln“. Ein Traktionsproblem dürfte der Sportwagen trotz seiner hohen Leistung allerdings nur selten haben, denn bei zu wenig Grip an der Hinterachse werden die Vorderräder dazugeschaltet. Zumal mit der Transaxle-Bauweise ohnehin mehr Gewicht als üblich auf der Hinterachse lastet, was die Traktion weiter verbessert.

Der neue GT-R bekommt neue Aluräder, die neue blau-schwarze Chromoberflächen mit einem Glanzeffekt haben. Außerdem gibt es sehr dezente optische Modifikationen. Sie ließen den cW-Wert von 0,27 auf 0,26 sinken und den Anpressdruck vorn und hinten um zehn Prozent steigen. Der neu gestaltete vordere Stoßfänger erhält große LED-Tagfahrleuchten. Der untere Lufteinlass wird nun ein Stück über den massiven Querbalken nach oben gezogen. Beim hinteren Stoßfänger wurde der untere Bereich stärker ausgeformt und die Endrohre sind etwas größer. Sechs Außenfarben stehen für den GT-R zur Verfügung, darunter neue Perleffekt-Farben in Schwarz und Blau.

Im Innenraum gibt es andere Materialien, etwa an der Armaturentafel oder am Navi-Display. Die Instrumente in der Mittelkonsole bekommen einen Karbon-Überzug, während Schalter und Regler ein mattschwarzes Finish erhalten. Auch die Haptik des GT-R-Emblems auf dem Lenkrad und die Beschichtung der Schaltwippen wurden geändert. Die Chromeinfassungen an der Mittelkonsole und an den Lüftungsdüsen der Klimaanlage sind nun schwarz beschichtet. Die Sitze der Premium Edition sollen jetzt mehr Komfort bieten. Markteinführung der neuen Version in Japan ist am 17. November 2010, der weltweite Vertrieb beginnt aber erst im Februar 2011. Momentan kostet der Nissan mindestens 83.500 Euro. Ob mit der Überarbeitung auch die Preise steigen, hat Nissan noch nicht bekanntgegeben. (imp)


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