Nintendos 3DS kommt im MĂ€rz nach Europa
Die autostereoskopische Taschenkonsole des japanischen Gaming-Experten soll in Europa am 25. MĂ€rz in den Handel kommen und umfangreiche Online-Modi mitbringen.
Die Spielkonsole Nintendo 3DS kommt in Europa am 25. MĂ€rz in den Handel. Das kĂŒndigte der japanische Hersteller [1] bei einer PrĂ€sentation der neuen Taschenkonsole am Mittwoch in Amsterdam an. Einen genauen Preis gab der Konzern dabei nicht an, Der Preis werde vom Einzelhandel festgelegt, dĂŒrfte sich aber bei rund 250 Euro einpendeln.
An der endgĂŒltigen Hardware der Konsole hat sich seit unserer ersten Inaugenscheinnahme [2] auf der Gamescom [3] im vergangenen Jahr nichts Wesentliches geĂ€ndert. AuffĂ€llig ist das stark spiegelnde GehĂ€use. Auch die beiden Displays wurden nicht entspiegelt. Die 3DS hat drei Kameralinsen: Eine blickt nach innen auf den Anwender, zwei andere nach auĂen, die stereoskopische Bilder in VGA-Auflösung aufnehmen sollen â von Videos war nicht die Rede. Die Ă€uĂeren Kameralinsen sollen Virtual-Reality-Spiele im Stil von Sonys "Invizimals" ermöglichen, von denen erste Clips gezeigt wurden.
Nintendo zeigte darĂŒber hinaus die Spiele, die fĂŒr die neuen Konsole auf den Markt kommen sollen. Aus eigenem Hause wurden neben "Mario Kart", "Paper Mario", "Nintendogs + Cats", "Kid Icarus: Uprising" und der U-Boot-Simulation "Steeldiver" auch eine Neuauflage von "The Legend of Zelda: Ocarina of Time" angekĂŒndigt. Von anderen Anbietern soll es unter anderem Umsetzungen von "Street Fighter IV", "Pro Evolution Soccer" und "Dead or Alive" geben, die die umfangreichen Online-FĂ€higkeiten des Systems ausnutzen.
Dazu stellte Nintendo zwei Online-Dienste vor, ĂŒber die die 3DS-Konsolen Daten empfangen und austauschen können. "Spot Pass" ĂŒbertrĂ€gt Updates, neue Daten, Download-Spiele und Kurzfilme auf die Konsole. In Deutschland soll dies auch ĂŒber Hotspots der Telekom möglich werden. Eine Lampe am GehĂ€use zeigt dem Spieler an, wenn Datenupdates per WLAN angekommen sind. Die Konsole soll die Daten auch im Standby empfangen.
"Street Pass" stellt Verbindungen zwischen zwei 3DS-Systemen her, ĂŒber die Spielerdaten inklusive der Mii-Figur im Vorbeigehen ĂŒbertragen werden. DarĂŒber sollen sich Spieler finden können, selbst wenn die Konsole im Standby ist. Nintendo betonte, dass keine Daten ohne Einwilligung des Anwenders ĂŒbertragen wĂŒrden. Per WLAN sollen auch lokale Mehrspielerpartien und Online-Spiele möglich werden. Capcoms "Street Fighter" soll diese Online-Funktionen fĂŒr Multiplayer-KĂ€mpfe nutzen, denen andere Spieler auf ihren GerĂ€ten als Zuschauer beiwohnen können.
In Europa sollen 3D-Videos von Eurosport fĂŒr die 3DS angeboten werden, darĂŒber hinaus gebe es unter anderem Inhalte von Youtube, Lovefilm und Dreamworks. WĂ€hrend die DSi-Konsolen nur Musik im AAC-Format abspielen konnten, kommt fĂŒr die 3DS auch MP3 hinzu. AuĂerdem nutzt Nintendo den eingebauten Beschleunigungssensor als SchrittzĂ€hler, der auch im Stanby-Modus aktiv ist. FĂŒr jeden Schritt soll der Spieler mit Punkten belohnt werden, die er in einigen Spielen gegen virtuelle GegenstĂ€nde eintauschen können soll.
Laut Nintendo ist die neue Konsolen zu "fast" allen DS-Spielen kompatibel. Besitzer der DSi sollen ihre Download-Titel auf das neue Modell ĂŒbertragen können. Im ĂŒberarbeiteten Download-Shop wĂŒrden neben kleineren Spielen fĂŒr die 3DS auch Ă€ltere Spiele des Gameboy und Gameboy Color angeboten. (hag [4]) / (vbr [5])
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[3] http://www.gamescom.de
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