Nintendo macht wieder Gewinn
(Bild: dpa, Henning Kaiser)
Das GeschĂ€ft bei Nintendo lĂ€uft wieder besser und der schwĂ€chere Yen gibt den Schub fĂŒr einen Jahresgewinn. Der Spiele-Anbieter will sich mit Experimenten auf Smartphones und einem Ausflug ins GeschĂ€ft mit VergnĂŒgungsparks wandeln, bleibt aber vage.
Der japanische Spiele-Spezialist Nintendo ist dank des gĂŒnstigen Wechselkurses des Yen im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr in die Gewinnzone zurĂŒckgekehrt. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab [1], fiel zum Bilanzstichtag 31. MĂ€rz unterm Strich ein Gewinn von 41,8 Milliarden Yen (310 Mio Euro) an.
Im vergangenen Jahr hatte noch ein Verlust von 23,2 Milliarden Yen in den BĂŒchern gestanden. In operativer Rechnung erwirtschaftete Nintendo einen Ertrag von 24,7 Milliarden Yen. Das sind die ersten schwarzen Zahlen seit vier Jahren. Allerdings hatte Nintendo anfangs mit deutlich mehr Gewinn gerechnet, die Prognose dann aber halbiert. Der Umsatz sank um 3,8 Prozent auf 549,8 Milliarden Yen.
Die VerkÀufe der Spielekonsole Wii U stiegen dank Spielen wie "Mario Kart 8" um fast ein Viertel auf rund 3,4 Millionen GerÀte. Das ist allerdings immer noch deutlich weniger als die Rivalen Sony mit seiner Playstation und Microsoft mit der Xbox verkaufen.
Zukunft in GrundzĂŒgen
Die VerkÀufe der mobilen Spielekonsole Nintendo 3DS sanken dagegen von 12,2 auf gut 8,7 Millionen GerÀte. Erst nach einem Update auf eine neuere Modellgeneration habe der Absatz im Jahresverlauf etwas angezogen. Die Smartphones sind inzwischen zu einer mÀchtigen Konkurrenz in dem Bereich geworden.
Nintendo kĂŒndigte Mitte MĂ€rz nach jahrelangem Zögern den Einstieg ins App-GeschĂ€ft an [2]. Die neuen Mobilangebote sollen in Kooperation mit dem Internet-Konzern DeNA entwickelt werden und noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Konkretere Angaben zu möglichen Spielen und etwaigen GeschĂ€ftsmodellen machte das Unternehmen noch nicht. FrĂŒhere ĂuĂerungen lassen vermuten, dass die groĂen Titeln weiterhin der eigenen Konsolenhardware vorbehalten bleiben.
Nintendo-Chef Satoru Iwata kĂŒndigte zudem eine Zusammenarbeit mit den VergnĂŒgungsparks des Unterhaltungsriesen Universal an. Details dazu solle es allerdings erst spĂ€ter geben. Nintendo will seine Zukunft auch mit einem bisher nur in GrundzĂŒgen vorgestellten Gesundheits-GerĂ€t sichern. FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr stellte Nintendo eine Verdoppelung des operativen Gewinns auf 50 Milliarden Yen in Aussicht. (Mit Material der dpa) / (axk [3])
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[1] http://www.nintendo.co.jp/ir/pdf/2015/150507e.pdf
[2] https://www.heise.de/news/Spiele-Nintendo-will-aufs-Smartphone-2576605.html
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