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Der neue VW Golf Variant soll mit mehr Platz und modernen Assistenten seinen erfolgreichen Vorgänger übertreffen. Wir konnten uns vor seiner Premiere im August schon einen ersten Eindruck verschaffen
Amsterdam, 26. Juni 2013 – Golf und Kombi: Das war in der Vergangenheit auf Seiten des Herstellers nicht immer eine Liebesbeziehung. Erst überließ man den deutschen Konkurrenten von Ford und Opel jahrzehntelang das Feld. Als der Variant dann endlich kam, wurde er gewissermaßen über Nacht zu einem Bestseller. Beim Golf V meinte VW auf einen Kombi verzichten zu können, doch die Kunden waren anderer Meinung. Also wurde mit viel Verspätung hektisch ein Golf V Variant eingeführt, nur um ihn schon zwei Jahre später durch ein neues Modell zu ersetzen. Nun soll alles anders werden, denn der Golf VII Variant folgt der Limousine mit nur knapp einem Jahr Abstand. Das Design birgt eigentlich keine Überraschungen, nachdem sich VW dazu durchringen konnte, von den eigenwilligen Rückleuchten der beiden Vorgänger zu lassen. Wir konnten den Golf Kombi schon fahren.
Mehr Platz als im Vorgänger
Mit nun 4,56 Meter hat der neue VW Golf Variant drei Zentimeter zugelegt, ist aber immer noch rund zehn Zentimeter kürzer als der neue Skoda Octavia Combi. Verlängert wurde auch der Radstand, er beträgt jetzt 2,63 Meter. Entscheidend ist natürlich das Hinterteil des in Zwickau gebauten Variant. 605 Liter passen mindestens hinein, maximal unters Dach gestapelt sind es 1620 Liter. Eine Luke von 1,03 Meter Breite erleichtert gemeinsam mit einer 63 Zentimeter niedrigen Ladekante die Befüllung des Gepäckraums. Die Laderaumlänge beträgt 1,83 Meter bis zur Lehne des Fahrersitzes. Ab der Comfortline-Ausstattung kann auch die Lehne des Beifahrersitzes umgeklappt werden, dann passen sogar 2,67 Meter hinein. Immer an Bord sind ein variabler Gepäckraumboden sowie die beiden links und rechts montierten Zughebel nahe der Kofferraumöffnung. Mit einem Handgriff klappt das jeweilige Segment der Rücksitzlehne nach unten und sorgt für eine fast ebene Fläche.
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Alles schon bekannt
Der erste Eindruck im Cockpit des Golf Variant: Kennste einen, kennste alle. Die Bedienung erfolgt fast intuitiv, wenngleich immer mehr Tasten für immer mehr Assistenzsysteme hinzukommen. Hinsichtlich der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern, allerdings wirken die Kunststoffe kaum hochwertiger als im Skoda Octavia. Die in der Highline-Ausstattung verbauten Klavierlack-Zierleisten sehen ziemlich aufgesetzt aus und ziehen Staub geradezu magisch an.
Auf Wunsch ist ein 14-fach verstellbarer Fahrersitz mit dem Siegel der „Aktion Gesunder Rücken“ (AGR) erhältlich. Doch schon die Serienausführung ist angenehm straff gepolstert und gut ausgeformt. Prima ist das Platzangebot im Fond. Selbst wenn sich vorne ein 1,90-Meter-Mann räkelt, lässt es sich hinten noch problemlos aushalten.
122 PS, Variant – gute Kombi
Die Auswahl beginnt bei den Otto-Motoren beginnt beim 1.2 TSI mit 85 PS, aber diese Motorisierung will VW der anwesenden Journaille ersparen – schade eigentlich. Der Testwagen hatte den 1.4 TSI mit 122 PS mit Schaltgetriebe unter der Haube. Mit dem DSG hat VW momentan weltweit mit Problemen zu kämpfen, aber das nur am Rande.
Schon nach kurzer Zeit zeigt sich, dass der 122-PS-Benziner ein sehr guter Antrieb für den Golf Variant ist. Extrem laufruhig schnürt der Kombi über Landstraßen und die Autobahn, dazu passt die exakt geführte Sechsgang-Schaltung. In minimal 9,7 Sekunden beschleunigt der Golf Variant von null auf 100 km/h.
Das gut abgestimmte Fahrwerk kapituliert erst bei wirklich rüden Straßenschäden. Getrübt wird das ausgewogene Bild beim Komfort lediglich durch die 17-Zöller des Testwagens, hier gilt: Weniger ist mehr. Eine Schwäche ist die um die Mittellage indifferente Lenkung, etwas mehr Präzision wäre wünschenswert.
Den 122-PS-Benziner gibt es erst ab der mittleren Ausstattung „Comfortline“ für 23.525 Euro. Inklusive sind hier unter anderem 16-Zoll-Alus, vier elektrische Fensterheber, Einparkhilfe vorne und hinten (nicht verkehrt, da die D-Säule ganz schön breit ist), eine manuelle Klimaanlage und ein Touchscreen-Radio. Zum Vergleich: Der gleich starke Passat Variant kostet schon in der Basisversion 2875 Euro mehr, beim Skoda Octavia Combi sind es ausstattungsbereinigt 95 Euro mehr, allerdings gibt es hier vorerst nicht die 122-PS-Maschine, sondern gleich 140 PS.
Ein Vorteil für den Golf: Er bietet gegen Aufpreis mehr Assistenzsysteme als der Skoda. Sie sind aber Geschmackssache, zumal für den Einbau oft andere teure Optionen notwendig sind. Empfehlenswert sind zwei andere Dinge: Zum einen das Upgrade auf die Klimaautomatik für 365 Euro, zum anderen das Business-Premium-Paket inklusive Navi-Funktion für das Radio. Das Paket kostet 1650 Euro und bietet zusätzlich Tempomat, Sitzheizung, den AGR-Fahrersitz und Lendenwirbelstützen vorne. Leider entfällt dafür die umklappbare Beifahrersitzlehne. Macht unter dem Strich 25.540 Euro.
Datenblatt
| Modell | VW Golf Variant 1.4 TSI |
| Motorart | Benziner mit Turboaufladung und Direkteinspritzung |
| Zylinder | 4 |
| Ventile pro Zylinder | 4 |
| Hubraum in ccm | 1.395 |
| Leistung in PS | 122 |
| Leistung in kW | 90 |
| bei U/min | 5.000 |
| Drehmoment in Nm | 200 |
| bei U/min | 1.500 - 4.000 |
| Antrieb | Frontantrieb |
| Gänge | 6 |
| Getriebe | Schaltgetriebe |
| Spurweite vorn in mm | 1.549 |
| Spurweite hinten in mm | 1.520 |
| Radaufhängung vorn | McPherson-Achse |
| Radaufhängung hinten | Mehrlenkerachse |
| Bremsen vorn | Scheiben innenbelüftet |
| Bremsen hinten | Scheiben |
| Wendekreis in m | 10,9 |
| Räder, Reifen vorn | 205/55 R16 |
| Räder, Reifen hinten | 205/55 R16 |
| Lenkung | elektromechanische Servounterstützung |
| Länge in mm | 4.562 |
| Breite in mm | 1.799 |
| Höhe in mm | 1.481 |
| Radstand in mm | 2.635 |
| Leergewicht in kg nach EU inklusive 68 kg Fahrer und 7 kg Gepäck | 1.329 |
| Zuladung in kg | 606 |
| Kofferraumvolumen in Liter | 605 |
| Maximales Kofferraumvolumen in Liter | 1.620 |
| Anhängelast, gebremst in kg | 1.400 |
| Dachlast in kg | 75 |
| Tankinhalt in Liter | 50 |
| Kraftstoffart | Super |
| Höchstgeschwindigkeit in km/h | 204 |
| Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden | 9,7 |
| EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km | 5,3 |
| EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km | 6,9 |
| EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km | 4,4 |
| CO2-Emission in g/km | 124 |
| Schadstoffklasse | Euro 5 |
| Garantie | 2 Jahre |
| Autonews Datenblatt-ID | 34238 |
Preisliste
| CD-Player | Serie |
| Automatikgetriebe | 1.825 (DSG) |
| Parklenkassistent | 200 |
| adaptive Fahrwerksregelung | 990 |
| beheizbare Frontscheibe | 325 |
| Winterpaket mit Sitzheizung vorne | 425 |
| Kopfairbags vorn | Serie |
| Nebelscheinwerfer | 185 |
| Klimaautomatik | 365 |
| Parklenkassistent | 200 |
| adaptive Fahrwerksregelung | 990 |
| beheizbare Frontscheibe | 325 |
| Winterpaket mit Sitzheizung vorne | 425 |
| Seitenairbags hinten | 355 |
| Highline | 25.200 |
| Währung | Euro |
| Metallic-Lackierung | 525 |
| MP3 | Serie |
| Navigationssystem | ab 965 |
| Anhängevorrichtung | 835 |
| Grundpreis | 23.525 |
| Leichtmetallfelgen | Serie (16 Zoll) |
| Kopfairbags hinten | Serie |
| Tempomat | 205 |
| Schiebedach | 1.200 (Panoramadach) |
| Modell | VW Golf Variant 1.4 TSI Comfortline |
| Parklenkassistent | 200 |
| adaptive Fahrwerksregelung | 990 |
| beheizbare Frontscheibe | 325 |
| Winterpaket mit Sitzheizung vorne | 425 |
| Lederausstattung | 1.990 |
| Manuelle Klimaanlage | Serie |
| Parklenkassistent | 200 |
| adaptive Fahrwerksregelung | 990 |
| beheizbare Frontscheibe | 325 |
| Winterpaket mit Sitzheizung vorne | 425 |
| Xenon-Scheinwerfer | 850 |
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