Napster beantragt Gläubigerschutz
Wie erwartet hat die Online-Musiktauschbörse Napster am Montag Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Konkursrechts beantragt.
Wie erwartet [1] hat die Online-Musiktauschbörse Napster am Montag Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Konkursrechts beantragt. Aus dem Antrag geht laut Wall Street Journal hervor, dass Vermögenswerte von 7,9 Millionen US-Dollar Verbindlichkeiten in Höhe von 101 Millionen US-Dollar gegenüberstehen. Eventuelle weitere finanzielle Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten mit der Musikindustrie sind dabei noch nicht aufgelistet.
Der Löwenanteil der Schulden – 91 Millionen US-Dollar – geht dabei an die Bertelsmann AG, die der angeschlagenen Musiktauschbörse mit diversen Finanzspritzen unter die Arme gegriffen hatte. Der Gütersloher Konzern hatte Mitte Mai angeboten [2], alle Vermögenswerte des kontroversen File-Sharing-Dienstes zu übernehmen und im Gegenzug acht Millionen US-Dollar, also rund 8,75 Millionen Euro, zur Auszahlung von dessen Gläubigern bereit zu stellen. Rein theoretisch könnten auch andere Firmen Gebote für die Vermögenswerte von Napster abgeben – diese müssten dann allerdings auch die Bertelsmann-Schulden mit übernehmen. (wst [3])
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[2] https://www.heise.de/news/Bertelsmann-uebernimmt-Napster-60176.html
[3] mailto:wst@technology-review.de
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