Napster: Plattenindustrie erfĂŒllt ihre Pflichten nicht
In einem Bericht an die zustÀndige Richterin Mary Hall Patel wirft Napster der Plattenindustrie vor, unkomplette Listen und falsche Dateinamen zum Filtern anzugeben.
Der Filesharing-Anbieter hat der zustĂ€ndigen Richterin Mary Hall Patel versichert, dass die vor knapp zwei Wochen installierten Filter gegen unberechtigt getauschte Dateien funktionierten. Nach eigenen Angaben filtert Napster derzeit rund 230.000 Songs beziehungsweise etwa 1,3 Millionen Dateinamen. Dies habe dazu gefĂŒhrt, dass der durchschnittliche Napster-User statt vorher 220 Dateien nur noch etwa 110 Dateien zum Tausch anbiete, erklĂ€rte der Tauschbörsen-Anbieter gestern in einem Bericht [1] an das nordkalifornische Bezirksgericht.
VorwĂŒrfe richtete Napster allerdings gegen die Plattenfirmen: Diese sabotierten Napsters BemĂŒhungen durch unkomplette Listen, falsche Dateinamen und unberechtigte Forderungen. So hĂ€tten es nahezu alle Plattenfirmen versĂ€umt, Napster mit den nötigen Dateinamen der zu sperrenden Songs zu versorgen. In einigen FĂ€llen haben die Plattenfirmen laut Napsters Bericht auch die Sperrung von Titeln gefordert, deren Copyright sie gar nicht besitzen.
Den Plattenfirmen gehen die Filter dagegen erwartungsgemÀà noch nicht weit genug. In der Kritik von Napster an den von ihnen ĂŒbermittelten Informationen sehen sie eine bloĂe Hinhaltetaktik.
Mehr in Telepolis: Immer Ărger mit Filtern [2] (Janko Röttgers)/ (ame [3])
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[1] http://dl.napster.com/010320-compliance.pdf
[2] http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/musik/7206/1.html
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