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Nabu fordert besseren Artenschutz auf GelÀnde der Tesla-Fabrik

Nabu fordert besseren Artenschutz auf GelÀnde der Tesla-Fabrik

(Bild: Tesla)

Die Rodungen von Wald am Standort der geplanten Tesla-Fabrik gehen weiter. Lebensraum fĂŒr Tiere geht damit verloren; sie gefĂ€hrden Arten, bemĂ€ngelt der Nabu.

Der Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg fordert angesichts der geplanten weiteren Rodung von Wald fĂŒr die Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla den Schutz von Tieren und Pflanzen. "Uns geht es darum, dass der Artenschutz gewĂ€hrleistet wird", sagte der Nabu-Landesvorsitzende Friedhelm Schmitz-Jersch der dpa. Notwendig seien "gute und angemessene Kompensationsmaßnahmen" fĂŒr den Eingriff. Der Nabu-Landeschef geht davon aus, dass Tesla frĂŒhestens im Herbst weitere BĂ€ume auf dem GelĂ€nde in GrĂŒnheide nahe Berlin fĂ€llen wird, weil dann erst die Brutzeit vorbei ist.

Tesla will im Juli 2021 mit der Produktion von Elektroautos beginnen. Geplant ist die Herstellung von 500.000 Fahrzeugen im Jahr [1]. Die komplette umweltrechtliche Genehmigung fĂŒr den Bau durch das Land Brandenburg steht aus, Tesla bereitet den Bau bisher auf eigenes Risiko vor. Auf dem 300-Hektar-GelĂ€nde wurden 92 Hektar Wald gefĂ€llt.

Die Rodung weiterer 63 Hektar ist bereits in Planung. In der ersten Ausbauphase der Tesla Gigafactory [2] sollen zusĂ€tzlich 39 Hektar gerodet werden, wie aus einem aktualisierten Antrag fĂŒr die Genehmigung hervorgeht [3]. Tesla hat bisher keinen Zeitplan fĂŒr die weitere Rodung genannt.

FĂŒr den Artenschutz nahm Tesla vor Beginn der ersten Rodung eine Analyse vor, die von maximalen Vorkommen von Pflanzen und Tieren ausgeht. Besser sei, in der Vegetationszeit die Arten genau zu erfassen, meinte der Nabu-Landesvorsitzende. Tesla ist derzeit dabei, eine genaue Kartierung aller Arten zu erstellen.

Zwei UmweltverbĂ€nde hatten die vorzeitige Zulassung des Rodens verhindern wollen, weil die Fabrik noch nicht abschließend genehmigt ist. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wies ihre EilantrĂ€ge im Februar in zweiter Instanz aber zurĂŒck.

Bisher gingen beim Land Brandenburg 373 EinwĂ€nde gegen die Fabrik ein. Sie richten sich nach Angaben von Umweltminister Axel Vogel (GrĂŒne) unter anderem gegen den Wasserverbrauch, die Abwasserentsorgung und den Bau der Anlage im Wasserschutzgebiet. Außerdem gehe es um die LĂ€rmbelastung, die Luftverunreinigung, die Verkehrsbelastung, die Sicherheit der Anlagen, um die Rodung und um den Verlust von Lebensraum fĂŒr Tiere und Pflanzen, wie aus einer Antwort auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht.

Der erste Termin fĂŒr die öffentliche Erörterung von Kritik war wegen der Corona-Pandemie verschoben worden, er soll am 23. September in Erkner nachgeholt werden. Weil Tesla den Antrag aktualisiert hat, ist es möglich, bis zum 3. September neue EinwĂ€nde gegen die Änderungen zu erheben.

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(olb [5])


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[1] https://www.heise.de/news/Gigafactory-Tesla-plant-keine-Batteriefertigung-mehr-fuer-Gruenheide-4802138.html
[2] https://www.heise.de/news/Tesla-Elon-Musk-will-Gigafactory-bei-Berlin-bauen-4584859.html
[3] https://www.uvp-verbund.de/documents/ingrid-group_ige-iplug-bb/94AFADF0-92F1-44EA-AA54-E1CD7C0FF6AD/CD%201%20-%20Auslegung%20Gesamt%20Tesla%20Manufacturing%20Brandenburg%20SE_V2_24-06-2020.pdf
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