NEC Deutschland baut DVB-H-Netz in der Schweiz auf
Bereits zur Fußball-Europameisterschaft sollen die Eidgenossen Handy-TV per DVB-H empfangen können. In Deutschland bekommt DVB-H Konkurrenz aus der eigenen Familie.
Die NEC Deutschland GmbH [1] hat mit der Swisscom Broadcast AG [2] einen Vertrag über den Aufbau eines DVB-H-Netzes in der Schweiz geschlossen. Bereits zur Fußball-Europameisterschaft im Juni soll in den vier Städten Zürich, Bern, Genf und Basel Handy-TV per DVB-H zu empfangen sein. NEC will insgesamt 19 Sendeeinheiten installieren. Die Swiss Broadcast AG vermietet die Sendeanlagen ihrerseits an interessierte Mobilfunkunternehmen. Zuvor hatte NEC bereits einen Vertrag mit Digita Oy [3] für den Netzaufbau in Finnland geschlossen. Die eingesetzten Sendeanlagen lassen sich sowohl für die DVB-H als auch für die DVB-T-Ausstrahlung nutzen.
In Deutschland geht die in dem Unternehmen Mobile 3.0 [4] zusammengeschlossenen Inhaber der DVB-H-Lizenzen nicht mehr von einer flächendeckenden DVB-H-Einführung zur EM aus. Angeblich hat sich die DVB-H-Einführung hierzulande vor allem durch die langwierige Lizenzvergabe durch die zuständigen Landesmedienanstalten verzögert.
Konkurrenz erhält der mobile TV-Standard für Handhelds vor allem aus der eigenen DVB-Familie: T-Mobile, O2 und Vodafone bieten zur EM Handys an, die DVB-T empfangen und auf dem Minidisplay des Handys anzeigen. Mit der angepeilten Versorgungsquote von 90 Prozent der Bevölkerung bis Ende 2008 durch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten hat das unverschlüsselte DVB-T einen großen Vorsprung vor dem kleinen Bruder DVB-H. (sha [5])
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[1] http://www.nec.de
[2] http://www.swisscom.com/Standorte/content/Hauptsitze/Swisscom_Broadcast_AG
[3] http://www.digita.fi/
[4] http://www.mobiledreinull.tv
[5] mailto:sha@ct.de
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