NASA-Asteroidenmission: Felsbrocken soll in Mondorbit gebracht werden
So sollen die Astronauten den Asteroiden-Brocken untersuchen.
(Bild: NASA)
Die US-Weltraumagentur NASA hat die PlĂ€ne fĂŒr ihre Asteroidenmission ARM prĂ€zisiert. Anfang der 2020er-Jahre soll eine Sonde einen Felsbrocken von einem Asteroiden aufnehmen und in einen Mondorbit bringen. Dort sollen ihn Astronauten erforschen.
Im Rahmen ihrer Asteroid Redirect Mission (ARM) will die NASA nun doch kein kleinen Asteroiden einfangen [1], sondern einen Felsbrocken von einem groĂen Asteroiden aufnehmen und in einen Mondorbit befördern. Das erklĂ€rte die US-Weltraumagentur [2] bei der Vorstellung neuer Einzelheiten der geplanten Mission, die den ersten bemannten Flug zum Mars vorbereiten soll. Demnach soll ungefĂ€hr im Jahr 2020 eine Roboter-Sonde starten und Kurs auf einen Asteroiden nehmen.
Ein Felsbrocken fĂŒr den Mondorbit
LĂ€uft alles nach Plan, soll die Sonde nach ihrem Eintreffen an dem Asteroiden ausfĂŒhrlich dessen OberflĂ€che erkunden und darauf nach einem geeigneten Felsbrocken suchen. Den soll sie dann mit eigens dafĂŒr vorhandenen Roboter-Armen aufnehmen und auf einer jahrelangen Reise Richtung Mond transportieren. Dort sollen sie dann in einen stabilen Orbit einschwenken, um zum Forschungsziel fĂŒr NASA-Astronauten zu werden. Die können ihn dann untersuchen und gleichzeitig mehrere Aspekte einer Marsmission testen.
Geplante Asteroiden-Mission der NASA (0 Bilder) [3]
(Bild:Â NASA)
Wie die NASA erlĂ€utert, soll im Rahmen der Mission unter anderem ein fortschrittlicher Solarantrieb (Solar Electric Propulsion) getestet werden. Dabei werde Sonnenlicht in elektrischen Strom umgewandelt, mit dem geladene Teilchen beschleunigt werden, um die Sonde anzutreiben. Eine Ă€ltere Version treibt etwa die Sonde Dawn [5] an. Diese Methode sei zwar deutlich langsamer als herkömmliche Antriebstechniken, benötige aber auch viel weniger Treibstoff. Bevor dann der Felsbrocken zum Mond befördert werde, könnten auĂerdem MaĂnahmen der planetaren Verteidigung ausprobiert werden. Die NASA will dabei prĂŒfen, wie gefĂ€hrliche Asteroiden auf einem Crashkurs mit der Erde kĂŒnftig abgelenkt werden können.
Jahrelange Missionsdauer
Insgesamt geht man bei der NASA davon aus, dass die gesamte Transportmission ungefĂ€hr sechs Jahre dauern und in der Mitte der 2020er-Jahre abgeschlossen sein wird. Dann soll sich eine Orionkapsel auf den Weg zu dem Felsbrocken machen. Derzeit gehe man davon aus, dass zwei Astronauten fĂŒr diese Mission 24 bis 25 Tage benötigen werden. Am Asteroiden sollen sie in neuen AnzĂŒgen WeltraumspaziergĂ€nge durchfĂŒhren und Proben entnehmen. Dabei werde etwa ausprobiert, wie man am besten Bodenproben vom Mars zur Erde bringen kann.
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Von welchem Asteroiden der Felsbrocken geborgen werden soll, will die NASA frĂŒhestens 2019 bekanntgeben, etwa ein Jahr vor Missionsbeginn. GegenwĂ€rtig gebe es mit Itokawa [7], Bennu [8] und 2008 EV5 [9] bereits drei Kandidaten. Man erwarte aber, dass jedes Jahr ein bis zwei neue Kandidaten hinzukommen werden. (mho [10])
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[1] https://www.heise.de/news/NASA-will-Asteroiden-einfangen-und-neu-positionieren-1857642.html
[2] http://www.nasa.gov/press/2015/march/nasa-announces-next-steps-on-journey-to-mars-progress-on-asteroid-initiative/
[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/1456082.html?back=2585874;back=2585874
[4] https://www.heise.de/bilderstrecke/1456082.html?back=2585874;back=2585874
[5] https://www.heise.de/news/NASA-Raumsonde-Dawn-hat-den-Zwergplaneten-Ceres-erreicht-2570005.html
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] http://de.wikipedia.org/wiki/%2825143%29_Itokawa
[8] http://de.wikipedia.org/wiki/%28101955%29_Bennu
[9] http://en.wikipedia.org/wiki/%28341843%29_2008_EV5
[10] mailto:mho@heise.de
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