Musikkonzerne verklagen Napster-Investoren
Nach Ansicht von Universal und EMI sollen Geldgeber die Konsequenzen für Urhebrrechtsverletzung bei Tauschbörsen tragen.
Die Plattenlabels Universal Music Group und EMI hat das Venture-Capital-Unternehmen Hummer Winblad Venture Partners wegen Unterstützung von Piraterie im Internet verklagt. Grund für die Klage sind die insgesamt 15 Millionen US-Dollar, die die Risikokapitalgesellschaft in die gescheiterte Peer-to-Peer-Tauschbörse [1] Napster gesteckt hatte [2]. "Geschäfte, die auf massiver Copyrightverletzung der Arbeiten von Künstlern basieren, sollten die rechtlichen Konsequenzen für ihr Handeln zu spüren bekommen", betonten die Musikkonzerne laut der Silicon-Valley-Tageszeitung San Jose Mercury News [3].
Der neue Fall belegt, dass auch nach dem Aus von Napster das gerichtliche Nachspiel keineswegs beendet ist. Erst im Februar [4] hatten zwei Komponisten den zeitweiligen [5] Napster-Mutterkonzern Bertelsmann auf 17 Milliarden US-Dollar Schadensersatz verklagt. (tol [6])
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[1] https://www.heise.de/news/Napster-beantragt-Glaeubigerschutz-64242.html
[2] https://www.heise.de/news/Napster-mit-neuer-Fuehrung-und-mehr-Kapital-22340.html
[3] http://www.siliconvalley.com/mld/siliconvalley/news/local/
[4] https://www.heise.de/news/Musiker-verklagen-Bertelsmann-74935.html
[5] https://www.heise.de/news/Bertelsmann-dampft-den-E-Commerce-ein-59541.html
[6] mailto:tol@heise.de
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