Musik- und Filmindustrie tritt dem Internet2-Konsortium bei
Die Motion Picture Association und die Recording Industry Association von Amerika wollen zusammen mit der University Corporation for Advanced Internet Development (UCAID) an neuen DRM-Techniken arbeiten.
Die Motion Picture Association (MPAA [1]) und die Recording Industry Association von Amerika (RIAA [2]) wollen zusammen mit der University Corporation for Advanced Internet Development (UCAID [3]) neue Digital-Rights-Management-Techniken erarbeiten. Zu diesem Zweck sind beide Organisationen dem Internet2-Konsortium als beratende Corporate-Mitglieder beigetreten.
Beim Internet2 (Codename Abilene [4]) handelt es sich nicht -- wie man vermuten könnte -- um ein neues Protokoll, sondern um ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk, das 1997 erstmals in Betrieb genommen wurde. Als Protokoll können sowohl IPv4 als auch IPv6 [5] genutzt werden. Das Netz, ursprünglich zum Datenaustausch zwischen US-Amerikanischen Unis gedacht, verbindet heute auch in Deutschland über 500 Universitäten und Forschungseinrichtungen mit 10-GBit-Glasfaserleitungen. Bis auch Otto Normalverbraucher in den Genuss von Internet2 kommt, sollen allerdings noch drei bis zehn Jahre ins Land gehen.
Weil über das Hochgeschwindigkeitsnetz Multimedia-Daten um ein vielfaches schneller als über das herkömmliche Internet fließen werden, möchten offenbar beide Organisationen frühzeitig dem allzu freien Datenverkehr Einhalt gebieten. Zu konkreten DRM-Entwicklungen für das Internet2 wollte allerdings weder die MPAA noch die RIAA einen Kommentar abgeben. (dal [6])
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Links in diesem Artikel:
[1] http://www.mpaa.org/
[2] http://www.riaa.com/default.asp
[3] http://www.ucaid.edu/
[4] http://abilene.internet2.edu/
[5] http://www.heise.de/glossar/entry/Internet-Protocol-Version-6-395548.html
[6] mailto:dal@ct.de
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