Monopolkommission: Telekom behindert Internet-Telefonie
Das unabhängige Beratungsgremium fordert die Entkoppelung des DSL-Zugangs vom Telefonanschluss und unterstützt die Einführung eines Bitstrom-Vorprodukts.
Die Internet-Telefonie in Deutschland wird nach Ansicht der Monopolkommission [1] durch die Deutsche Telekom behindert. Das unabhängige Beratungsgremium verlangte am heutigen Mittwoch in Berlin, die bislang übliche Koppelung des herkömmlichen Telefonanschlusses mit dem DSL [2]-Anschluss aufzuheben. DSL ermöglicht die Übertragung großer Datenmengen und ist Voraussetzung fürs Telefonieren über das Internet.
Damit Wettbewerber DSL-Anschlüsse unabhängig von der gemieteten Teilnehmeranschlussleitung anbieten können, sollte die Telekom "dazu verpflichtet werden, einen so genannten Bitstrom-Zugang anzubieten", sagte der Kommissionsvorsitzende Jürgen Basedow. Mit dieser Technik können Konkurrenten über die Datenleitung der Telekom einen direkten Zugang zum Endkunden bekommen. Die zuständige Bundesnetzagentur [3] hat im Frühjahr einen Entwurf [4] für eine Regulierungsverfügung vorgelegt. (dpa) / (vbr [5])
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[1] http://www.monopolkommission.de/
[2] http://www.heise.de/glossar/entry/Digital-Subscriber-Line-396855.html
[3] http://www.bundesnetzagentur.de/
[4] https://www.heise.de/news/Bundesnetzagentur-startet-Konsultation-zu-IP-Bitstrom-Zugang-119917.html
[5] mailto:vbr@heise.de
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