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Modchip-Vertreiber Lik Sang wieder online

Hartmut Gieselmann

Obwohl Microsoft, Nintendo und Sony eine einstweilige VerfĂŒgung gegen den Online-HĂ€ndler fĂŒr Videospielzubehör erwirkt hatten, ist die Seite wieder erreichbar.

Der Hongkonger Online-Shop Lik Sang [1] fĂŒr Videospielzubehör ist seit heute wieder erreichbar, nachdem er am 17. September durch eine einstweilige VerfĂŒgung des obersten Zivilgerichtes in Hongkong seine Pforten zunĂ€chst schließen musste [2]. Die Konsolenhersteller Sony, Nintendo und Microsoft hatten am 16. September eine Klage gegen den Online-HĂ€ndler eingereicht, da dieser unter anderem so genannte Modchips fĂŒr die Spielkonsolen der drei Firmen verkaufte und damit das Urheberrecht der KlĂ€ger verletzt habe.

Laut Prozessbeobachtern war es den drei KlÀgern mit ihrer 800-seitigen Klageschrift nicht gelungen, Lik Sang nachzuweisen, dass der Shop seinen Gewinn hauptsÀchlich mit Modchips erzielt. Insider berichten weiterhin, dass Microsoft, Nintendo und Sony den Online-HÀndler etwa ein Jahr lang ausspioniert hÀtten.

Lik Sang hat die beanstandeten Produkte unter der Verkaufskategorie "Backup und Import" aus dem Programm genommen; darunter fielen Modchips, Speichermodule und Software zur ÜberbrĂŒckung der Regionalcode-Abfrage. Bestellungen von diesen Produkten, die vor dem 17. September eingegangen sind, werden nicht mehr versendet. Neue Bestellungen von anderen Produkten sollen ab dem 1. November wieder ausgeliefert werden. (hag [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-67797

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.lik-sang.com
[2] https://www.heise.de/news/Microsoft-schiesst-scharf-gegen-Mod-Chip-Anbieter-66197.html
[3] mailto:hag@ct.de