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Mit Windenergie zum Glasfaseranschluss

Volker Briegleb

AnlÀsslich seines 15-jÀhrigen JubilÀums hat der Bundesverband Breitbandkommunilkation erstmals den Breko Award verliehen. Die Auszeichnung ging an eine Intiative von Windenergieerzeugern, die Glasfasernetze in Nordfriesland bauen.

Der Bundesverband Breitbankommunikation (Breko [1]) hat auf seiner 15-Jahr-Feier am Mittwoch in Berlin erstmals den "Breko Award" fĂŒr innovative Breitbandkonzepte verliehen. Mit dem ersten Preis hat die mit Branchenvertretern und Experten aus Politik und Wissenschaft besetzte Jury die Breitbandnetz-Gesellschaft [2] ausgezeichnet, die GlasfaseranschlĂŒsse im dĂŒnn besiedelten Nordfriesland in die HĂ€user bringt.

PreisĂŒbergabe: StaatssekretĂ€rin Dorothee BĂ€r (in Pink) mit Jury und Gewinnern des Breko-Awards.

PreisĂŒbergabe: StaatssekretĂ€rin Dorothee BĂ€r (in Pink) mit Jury und Gewinnern des Breko-Awards.

(Bild: heise online/vbr)

Gesellschafter der 2010 gegrĂŒndeten Breitbandnetz GmbH sind Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, darunter vor allem Windkrafterzeuger. Auch die Kommunen sind beteiligt. In der mit BreitbandanschlĂŒssen unterversorgten und sehr lĂ€ndlichen Region habe es keine Förderung fĂŒr den Ausbau gegeben, beschreibt GeschĂ€ftsfĂŒhrerein Ulla Meixner in Berlin die Ausgangslage. "Also haben die Gesellschafter sich gesagt: Dann machen wir es eben selbst."

Die Gemeinden im Ausbaugebiet werden flÀchendeckend ausgebaut. Dabei erreiche die Netzgesellschaft oft schnell hohe Anschlussquoten von um die 70 Prozent, erlÀutert Meixner. Rund 60 Millionen Euro investiert die Gesellschaft in der Region, bis 2018 sollen etwa 24.000 Haushalte direkt ans Glasfasernetz angeschlossen werden können. Als Provider fungiert KielNET. Ein Anschluss mit 50 Mbit/s (down) und 10 Mbit/s (up) kostet monatlich 42,90 Euro, weitere Leistungspakete sind erhÀltlich.

Die Breko-Jury betont unter anderem die "einzigartige Finanzierung" sowie den Schwerpunkt auf FTTH als auschlaggebende GrĂŒnde fĂŒr die Auszeichnung der Nordfriesen. Auf den weiteren PlĂ€tzen landeten die Stadtwerke NeumĂŒnster und RhönEnergie Fulda. Einen Sonderpreis verlieh die Jury den Stadtwerken Konstanz, die es mit einem grenzĂŒberschreitenden Projekt zusammen mit Schweizer Anbietern und Behörden geschafft haben, weiße Flecken in der Grenzregion am Bodensee zu erschließen. (vbr [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2238218

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.brekoverband.de
[2] http://www.breitbandnetzgesellschaft.de/
[3] mailto:vbr@heise.de