zurück zum Artikel

Mini-Mainboard mit Doppelkern-Prozessor von ARM

| Benjamin Benz

Kreative Bastler könnten mit die ersten sein, die einen Cortex-A9-Prozessor mit zwei Kernen in die Hände bekommen: Das PandaBoard setzt auf einen OMAP4-Chip von Texas Instruments.

(Bild: Omappedia.org)

Die Entwicklungsplatine PandaBoard [1] dürfte eines der ersten erhältlichen Systeme mit OMAP4-Prozessor [2] von Texas Instruments respektive Cortex-A9 von ARM sein. Die 4"× 4,5" (10,2 cm × 11,4 cm) große Platine eignet sich mit ihrem Doppelkern [3]-Prozessor (ARM Cortex A9 [4], 1 GHz), 1 GByte RAM, WLAN, Bluetooth, Ethernet und USB für Bastelprojekte, die ordentlich Rechenleistung brauchen. Eine Kamera lässt sich ebenso wie ein HDMI-Display direkt anschließen.

Im Vergleich zum bei Bastlern recht beliebten Beagle-Board [5] , das noch auf einen OMAP3-Prozessor setzt, dürfte das PandaBoard mit OMAP4430 deutlich schneller sein. So soll beispielsweise die Wiedergabe von Full-HD-Videos möglich sein. Details zum Pandaboard finden sich auf omappedia.org [6] .

Dort stellt die FAQ auch klar, dass es sich nicht um ein offizielles Referenz-Board von Texas Instruments handelt, sprich, dass es keinen offiziellen Support gibt. Preise und Verfügbarkeit stehen noch nicht fest. Für Handys hatte Texas Instruments bereits die Entwicklungsplattform Blaze [7] vorgestellt. Diese ist übrigens auch auf Omappedia vertreten.

(Bild: Omappedia.org)

Noch vier Tage lang nimmt omappedia.org [8] Bewerbungen für das "PandaBoard Early Adopter Program [9] " (PEAP [10] ) entgegen. Ab dem 9. Oktober entscheidet eine Jury darüber, welche Projekte rund um das neue Mainboard mit OMAP4-Prozessor in puncto "Coolness-Faktor" und Potenzial für die OMAP4-Plattform interessant sind. Allerdings sollen Projekte bevorzugt werden, für die es in der Community ein Bedürfnis gebe und deren Erfinder genug Know-How für die Umsetzung mitbringen.Ab dem 15. Dezember sollen die Gewinner dann kostenlose Prototypen der PandaBoards bekommen. Die fertigen Projekte müssen sie später unter eine Public-Domain-Lizenz stellen.

Die Webseiten von omappedia.org wirkt dank Wiki-Technik erst einmal wie ein waschechtes Community-Projekt. Auch im Impressum taucht Texas Instruments nicht als Betreiber auf. Letztlich steckt aber doch der Chiphersteller dahinter: omappedia.org wurde von OmapWorld.com registriert und diese Seite steht wiederum unter dem Copyright von Texas Instruments. Bei Pandaboard.org [11] liefert die Whois-Abfrage noch weniger Aufschluss, allerdings führen die meisten Links direkt auf Omappedia.org. (bbe [12])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1102088

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.omappedia.org/wiki/PandaBoard
[2] https://www.heise.de/news/MWC-OMAP-die-Vierte-197117.html
[3] https://www.heise.de/news/Schneller-ARM-Doppelkern-fuer-Netbooks-1079053.html
[4] https://www.heise.de/news/ARM-Cortex-A9-Entweder-schnell-oder-sparsam-788960.html
[5] http://beagleboard.org
[6] http://omappedia.org/wiki/Main_Page
[7] https://www.heise.de/news/MWC-Handy-Entwicklungsplattform-fuer-TIs-OMAP-4-931323.html
[8] http://www.omappedia.org
[9] http://www.omappedia.org/wiki/PandaBoard_Early_Adopter_Program
[10] http://www.omappedia.org/wiki/PEAP_Projects
[11] http://pandaboard.org/
[12] mailto:bbe@ct.de