Microsofts Hailstorm soll sicherer werden
Microsoft will zur Sicherung der Hailstorm-Dienste verstärkt Zertifikate der kalifornischen Firma VeriSign einsetzen.
Microsoft [1] will künftig verstärkt auf die Sicherheitstechnologie des kalifornischen Zertifizierungs-Unternehmens VeriSign [2] setzen. Nach Angaben des Wall Street Journal will der Redmonder Software-Riese entsprechende Pläne in Kürze bekannt geben. Die zusätzlichen Sicherheitsfunktionen betreffen die "Hailstorm"-Bezahldienste [3], die Microsoft noch für das laufende Jahr angekündigt hat. Sicherheitsexperten hatten diese Pläne kritisiert, weil nach ihrer Ansicht persönliche Daten in falsche Hände geraten könnten.
Die VeriSign-Zertifikate sollen den Datenaustausch bei besonders sensiblen Hailstorm-Diensten sichern. Dazu zählen Online-Banking und die Online-Verwaltung von Gesundheitsakten, berichtet das Blatt weiter. Nach Meinung von Microsoft soll dagegen die Web-Authentifizierung über MS-Passport für weniger komplexe Online-Transaktionen wie Web-Shopping ausreichen.
Mit der Ausweitung der Zusammenarbeit mit VeriSign wollen die Redmonder auch Spekulationen ausräumen, Microsoft wolle eigene Sicherheits-Zertifikate für Hailstorm entwickeln. Die Kosten für die zusätzliche Sicherheit werden wahrscheinlich von den Anbietern der Services, zum Beispiel Banken getragen, zitiert die Zeitung VeriSign-Präsident Stratton Sclavos, dessen Firma im Frühjahr durch Sicherheitspannen [4] Schlagzeilen machte. (thd)
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-37659
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.microsoft.com
[2] http://www.VeriSign.com
[3] https://www.heise.de/news/Microsofts-zweiter-Sturm-aufs-Internet-36711.html
[4] https://www.heise.de/news/Microsoft-warnt-vor-Cracker-Zertifikat-38924.html
Copyright © 2001 Heise Medien