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Microsoft will mit Windows in den Markt für Supercomputer

Jürgen Kuri

Eine eigene Abteilung für High-Perfomance Computing (HPC) hat Microsoft schon seit einiger Zeit; nun sollen die Lösungen des Bereichs in ein Standardprodukt einfließen.

Eine eigene Abteilung für High-Perfomance Computing [1] (HPC) hat Microsoft schon seit einiger Zeit: Der Bereich war beispielsweise damit beschäftigt [2], zusammen mit Firmen wie Intel oder Dell in Forschungsprojekten Supercomputer auch mit Windows zu bauen. Nun sollen die Lösungen auch stärker kommerziell genutzt werden: Eine HPC-Version von Windows Server 2003 soll das Geschäft mit Supercomputern nicht ganz Unix- und Linux-Systemen überlassen.

Nach Aussagen gegenüber US-Medien plant der Konzern, Windows Server 2003 für Clustersysteme im ersten Halbjahr 2005 herauszubringen, eine Beta-Version sei noch für Ende dieses Jahr geplant. Das Paket unter dem Namen Windows Server 2003 HPC Edition führt Windows Server 2003 mit Modulen für Cluster-Manager, Scheduler und Message Passing zusammen. Microsoft will als Partner für die neue Server-Version für Cluster schon Firmen wie IBM, Hewlett-Packard oder Intel und AMD gewonnen haben.

Mit einer als Standard für jeden Interessenten verfügbaren HPC-Version von Windows Server 2003 hofft Microsoft, in dem prestigeträchtigen Markt für Supercomputer reüssieren zu können -- Rechner, die einen Platz in der Top500-Liste der schnellsten Systeme der Welt [3] einnehmen, dürften zwar auch künftig für Microsoft beim Umsatz keine große Rolle spielen, würden dem Konzern aber sicher als Argument gelegen kommen, zu welchen Leistungen Windows-Systeme fähig seien. (jk [4])


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https://www.heise.de/-102679

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.microsoft.com/windowsserver2003/hpc/default.mspx
[2] https://www.heise.de/news/Supercomputer-von-Microsoft-und-Intel-67648.html
[3] https://www.heise.de/news/Supercomputer-Earth-Simulator-bleibt-ungeschlagen-101691.html
[4] mailto:jk@heise.de