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Microsoft stößt Corel ab

Andreas Wilkens

Bei dem Geschäft machen die Redmonder einen Verlust von rund 100 Millionen US-Dollar.

Microsoft [1] verkauft seine Anteile an Corel [2]. Dabei soll dem Redmonder Konzern ein Verlust von rund 100 Millionen US-Dollar entstanden sein, berichten US-amerikanische Medien. Die Anteile werden zum 24. März von Vector CC Holdings für rund 13 Millionen US-Dollar übernommen.

Der Software-Riese hatte im Oktober 2000 24 Millionen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht zum Preis von je 5,625 US-Dollar gekauft [3]. Das macht einen Anteil von 24,6 Prozent. Seinerzeit gab Microsoft seine Engagement als strategische Investition aus, um seine .Net-Initiative voranzubringen. Ein wesentliches Motiv dürfte aber auch die kartellrechtliche Auseinandersetzung [4] mit der US-Regierung und 19 US-Bundesstaaten gewesen sein. Der Konkurs eines Wettbewerbers wie Corel hätte Microsofts Argumentation erheblich geschwächt. (anw [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-76021

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[1] http://www.microsoft.com
[2] http://www.corel.com
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-kauft-25-Prozent-von-Corel-28042.html
[4] https://www.heise.de/news/Stationen-im-Microsoft-Kartellverfahren-69791.html
[5] mailto:anw@heise.de