Microsoft muss erneut nach verschwundenen E-Mails suchen
Microsoft muss Computer und Backups nach Hinweisen auf ein Memo durchsuchen, in dem James Allchin angeordnet haben soll, dass E-Mails nach spÀtestens 30 Tagen zu löschen seien.
Microsoft muss Computer und Backups nach Hinweisen auf ein Memo durchsuchen, in dem James Allchin angeordnet haben soll, dass E-Mails nach spÀtestens 30 Tagen zu löschen seien. US-Bezirksrichter Frederick J. Motz will auf diese Weise in einer Anti-Trust-Klage von Burst.com eventuell verloren gegangene Beweise wieder zu Tage fördern lassen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Richter Microsoft zu einer Àhnlichen Aktion verdonnert [1].
Die Softwareschmiede Burst.com hatte im Sommer 2002 eine Klage gegen Microsoft wegen Patentrechtsverletzung und VerstoĂ gegen diverse Anti-Trust-Gesetze eingereicht. Zwei Jahre lang hatte Microsoft mit Burst.com demnach ĂŒber eine Lizenznahme von deren Streaming-Technologie verhandelt und soll Ideen und Konzepte, die in diesen Verhandlungen vorgestellt wurden, in sein neues Videoformat Corona integriert haben. Burst.com hatte AuszĂŒge aus der E-Mail-Kommunikation zwischen beiden Firmen vorgelegt, um die VorwĂŒrfe zu belegen -- nach den von Microsoft vorgelegten Unterlagen existieren aber diverse dieser angeblich ausgetauschten E-Mails nicht. (wst [2])
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[2] mailto:wst@technology-review.de
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