Microsoft erweitert die Front gegen Spam
Das Redmonder Unternehmen will mit einer neuen Funktion fĂŒr MSN-Nutzer seine Offensive gegen unverlangt zugesandte E-Mails verstĂ€rken.
Mit einem neuen Werkzeug will Microsoft Spamversendern das Leben schwer machen. Sie sollen durch den so genannten Image Filter daran gehindert werden, an neue Adressen zu gelangen. MSN [1]-Nutzer können die automatische Bildansicht fĂŒr E-Mails ausschalten, deren Absender nicht im Adressbuch enthalten ist. Oft enthielten Spam-E-Mails nĂ€mlich "Web beacons", in Bildern enthaltener Code, der durch Aufruf aktiviert werde und den Versendern von massenhafem Spam eine validierte Adresse rĂŒckmelde, teilt Microsoft mit.
Microsoft behauptet, tĂ€glich 2,4 Milliarden E-Mails zu blockieren. Dies seien nahezu 80 Prozent des gesamten Postaufkommens, das ĂŒber die MSN-Server abgewickelt werde. Dabei habe die Technik Human Interactive Proof (HIP), die seit Dezember 2002 bei MSN Hotmail eingesetzt werde, es Spam-Versendern erschwert, automatisch neue MSN-Adressen anzulegen. Dadurch sei die Menge der online angelegten E-Mail-Konten um 20 Prozent zurĂŒckgegangen. AuĂerdem können Hotmail-Nutzer seit MĂ€rz tĂ€glich höchstens 100 E-Mails verschicken.
Unverlangt zugesandte E-Mails werden in den USA lĂ€ngst nicht mehr auf die leichte Schulter genommen. KĂŒrzlich bezeichnete eine Vertreterin der Federal Trade Commission Spam als das drĂ€ngendste Problem der kommenden Dekade [2]. Microsoft will zusammen mit AOL und Yahoo die gemeinsame Entwicklung von Antispam-Tools und Standards zur gemeinsamen Abwehr von unerwĂŒnschten Massenmails vorantreiben [3]. (anw [4])
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[1] http://www.msn.com
[2] https://www.heise.de/news/Staatsfeind-Nummer-eins-Spam-78507.html
[3] https://www.heise.de/news/E-Mail-Rivalen-schliessen-Anti-Spam-Buendnis-78371.html
[4] mailto:anw@heise.de
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