Microsoft bekommt 7 Millionen US-Dollar vom "Spam King"
Der ehemalige Spammer Scott Richter hat sich in einem Rechtsstreit mit den Redmondern auf eine Schadensersatzzahlung geeinigt.
Microsoft und der von den Redmondern verklagte ehemalige "Spam [1] King" Scott Richter haben sich in einem Rechtsstreit geeinigt. In einem offenen Brief [2] schildert Microsoft-Chefanwalt Brad Smith, Richter habe eingewilligt, 7 Millionen US-Dollar Schadenersatz zu zahlen. Davon wolle der Softwarekonzern 5 Millionen US-Dollar investieren, zum Beispiel in technische Maßnahmen zum Schutz vor Cybercrime; eine Million Dollar soll in Computer-Training für Jugendliche und Erwachsene im Staat New York gesteckt werden, als Anerkennung für die Unterstützung des dortigen Generalstaatsanwalts Eliot Spitzer. Mit dem restlichen Geld des Ex-Spammers wird Microsoft vermutlich seine Rechtskosten ausgleichen.
Spitzer hatte sich mit Richter im Juli vergangenen Jahres auf eine Geldstrafe geeinigt [3]. Im April musste dessen Spam-Firma OptInRealBig.com Gläubigerschutz nach Chapter 11 [4] beantragen [5]. Richter habe einst mehr als 38 Milliarden Spam-E-Mails pro Jahr verschickt, schreibt Smith weiter. Dieser juristische Sieg werde den Spam nicht beenden, aber die Ausschläge der Spam-Attacken müssten jedenfalls nun nicht mehr auf einer nach dem "Spam-King" benannten Skala gemessen werden. Die ursprünglich von Microsoft erhobenen Forderungen haben 19 Millionen US-Dollar betragen. (anw [6])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-121492
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/glossar/entry/Spam-399505.html
[2] http://www.microsoft.com/presspass/features/2005/aug05/08-09BradSmithLetter.mspx
[3] https://www.heise.de/news/US-Staatsanwalt-einigt-sich-mit-Spammer-100844.html
[4] http://www.heise.de/glossar/entry/Chapter-11-397417.html
[5] https://www.heise.de/news/US-Antispam-Gesetz-verbucht-ersten-Erfolg-149513.html
[6] mailto:anw@heise.de
Copyright © 2005 Heise Medien