Microsoft beendet Rechtsstreit mit Bristol Technologies
Bristol Technology und Microsoft haben verkündet, dass sie einen seit 1998 schwelenden Rechtsstreit durch einen außergerichtlichen Vergleich beendet haben.
Bristol Technologies [1] und Microsoft haben verkündet, dass sie einen seit 1998 schwelenden Rechtsstreit [2] durch einen außergerichtlichen Vergleich beendet haben. Details der Vereinbarung veröffentlichten die Kontrahenten allerdings nicht.
Der Rechtsstreit begann im August 1998; Bristol strengte ein privates Anti-Trust-Verfahren gegen Microsoft an, in dem es um eine angeblich unfaire Lizenzvergabepraxis von Microsoft ging: Seit 1991 stellt das Software-Unternehmen Cross-Platform-Entwicklungstools her, mit denen man Windows-Programme auf Unix, Linux und OS/390 portieren kann. Dazu benötigte Bristol allerdings eine Source-Code-Lizenz für Microsofts Windows-Betriebssysteme. Microsoft soll, so Bristol, diese Lizenzverhandlungen immer wieder verzögert haben, um die Enwicklung konkurrierender Software-Produkte zu behindern.
Ein US-Bezirksgericht verurteilte Microsoft Anfang September zu einer Million US-Dollar Schadensersatz. Im November 2000 wurde Microsoft zur Zahlung der Kosten des Rechtsstreits verurteilt, die sich auf 3,7 Millionen US-Dollar beliefen. Microsoft hatte zunächst angekündigt, gegen dieses Urteil Berufung einlegen zu wollen. Mit der jetzt erzielten außergerichtlichen Einigung sind alle früheren Urteile hinfällig – wie viel Microsoft nun an Bristol bezahlt, bleibt vertraulich, beide Seiten zeigten sich allerdings sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Verhandlungen. (wst [3])
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[1] http://www.bristol.com/
[2] https://www.heise.de/news/Microsoft-muss-Rechtsstreit-mit-Bristol-bezahlen-25922.html
[3] mailto:wst@technology-review.de
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