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Microsoft beantragt Vertagung im Anti-Trust-Verfahren

Wolfgang Stieler

Microsoft hat beim US-Bundesberufungsgericht erneut beantragt, die Rückverweisung des Anti-Trust-Verfahrens an die untere Instanz zu vertagen.

Microsoft hat beim US-Bundesberufungsgericht erneut beantragt, die Rückverweisung des Anti-Trust-Verfahrens an die untere Instanz zu vertagen. Der am Dienstag in Washington eingereichte Antrag [1] ist der zweite innerhalb einer Woche, in dem Microsoft das Berufungsgericht auffordert zu warten. Die Kläger im Anti-Trust-Verfahren gegen den Software-Riesen hatten dagegen am vergangen Wochenende zur Eile gedrängt [2]. Eine Entscheidung des Berufungsgerichts wird in den nächsten Tagen erwartet.

Mit dem anhaltenden juristischen Tauziehen um eine mögliche Vertagung versucht Microsoft die Markteinführung des neuen Betriebssysystems Windows XP abzusichern – mit der Rückverweisung wird das Bezirksgericht zunächst über vorläufige Auflagen gegenüber dem Software-Riesen beraten, die auch Windows XP betreffen könnten. In dem neunseitigen Papier stützt Microsoft sich im wesentlichen auf die laufende Klage vor dem obersten Bundesgericht [3] gegen das bisherige Urteil. Sollte das oberste US-Gericht die Klage nicht akzeptieren, so die Microsoft-Anwälte, könnte das Verfahren innerhalb von sechs Wochen wieder aufgenommen werden. (wst [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-45775

Links in diesem Artikel:
[1] http://ecfp.cadc.uscourts.gov/MS-Docs/1750/0.pdf
[2] https://www.heise.de/news/Klaeger-draengen-auf-Entscheidung-im-Fall-Microsoft-44984.html
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-wehrt-sich-gegen-Monopolvorwurf-45069.html
[4] mailto:wst@technology-review.de