Microsoft-Chef rÀumt Fehler bei Lizenzierungspolitik ein
Steve Ballmer hĂ€tte das neue Lizenzmodell im Nachhinein wegen der schwachen Wirtschaftslage nicht eingefĂŒhrt.
Microsoft-Chef Steve Ballmer hat Fehler in der neuen Lizenzpolitik des Softwarekonzerns eingerĂ€umt. Im Nachhinein hĂ€tte er wegen der schwachen Wirtschaftslage möglicherweise auf das neue Lizenzmodell [1] verzichtet, sagte Ballmer am Mittwoch auf dem Symposium/ITxpo [2] des Marktforschungsunternehmens Gartner. Eine nachtrĂ€gliche Ănderung schloss er jedoch aus.
Im vergangenen August hatte Microsoft mit der so genannten Software Assurance [3] ein neues, heftig umstrittenes Modell [4] zur Lizenzierung seiner Software fĂŒr Unternehmen eingefĂŒhrt. Kunden sollen fĂŒr eine feste AbonnementsgebĂŒhr automatisch alle neuen Versionen eines Microsoft-Programms in einem bestimmten Zeitraum nutzen können. Verzichtet ein Kunde auf regelmĂ€Ăige Updates, muss er erheblich mehr fĂŒr die Software bezahlen. Ein groĂer Anteil der GroĂkunden habe die neuen Lizenzvereinbarungen bereits unterzeichnet, sagte Ballmer. Microsoft hĂ€tte seinen Kunden jedoch mehr Zeit einrĂ€umen und besser informieren mĂŒssen.
Viele Kunden hatten die neue Lizenzpolitik zum Anlass genommen, nach Alternativen zu suchen. "Die neue Lizenzpolitik von Microsoft bedeutet fĂŒr die öffentliche Verwaltung in Deutschland eine deutliche Verschlechterung", klagte sogar Bundesinnenminister Otto Schily. (anw [5])
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[1] https://www.heise.de/news/Microsoft-verlaengert-Frist-fuer-neues-Lizenzmodell-52111.html
[2] http://symposium.gartner.com/section.php.id.1037.s.5.html
[3] http://www.microsoft.com/licensing/programs/sa/
[4] https://www.heise.de/news/Wachsende-Empoerung-ueber-Microsofts-neue-Lizenzpolitik-68442.html
[5] mailto:anw@heise.de
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