Mercedes SLS AMG GT: SLS-Topversion
Das neue Topmodell des Mercedes SLS AMG GT bekommt etwas mehr Leistung, ein straffer abgestimmtes Fahrwerk und ein flotter schaltendes Getriebe. Der Aufpreis gegenüber dem normalen SLS ist allerdings heftig
- Matthias Nauman
Stuttgart, 5. Juni 2012 – Das neue Topmodell des Mercedes SLS AMG GT bekommt etwas mehr Leistung, ein straffer abgestimmtes Fahrwerk und ein flotter schaltendes Getriebe. So soll er auf der Rennstrecke wie auch im öffentlichen Straßenverkehr überzeugen. Der Sportwagen ist als Coupé und als Roadster lieferbar. Der Aufpreis gegenüber dem normalen SLS ist allerdings heftig.
Verkürzte Schaltzeiten
Der aus dem SLS bekannte 6,2-Liter-V8 leistet im GT-Modell 20 PS mehr. Nun stehen 591 PS bei 6800/min zur Verfügung. Das will Mercedes mit einer Entdrosselung und einer Erhöhung des Spitzendrucks erreicht haben. Das maximale Drehmoment von 650 Nm bei 4750/min bleibt unverändert. Direkter und spontaner soll das an der Hinterachse platzierte Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe AMG Speedshift DCT agieren: Bei manueller Gangwahl über die Schaltpaddles sollen die Gangwechsel deutlich zügiger als bisher erfolgen. Die für den Fahrer erlebbare Reaktionszeit äußert sich durch härtere Schaltvorgänge. Auch die automatische Zwischengasfunktion beim Rückschaltvorgang fällt beim SLS AMG GT markanter aus, verspricht Mercedes.
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Neues Topmodell des Supersportlers: Mercedes SLS AMG GT
Minimal schneller
Der Verbrauch im NEFZ liegt bei 13,2 l/100 km, was einem CO2-Ausstoß von 308 g/km entspricht. Bei den Fahrleistungen legt die GT-Variante nur leicht zu: Den Sprint von null auf Tempo 100 absolviert die Topversion eine Zehntelsekunde schneller als der herkömmliche SLS – in 3,7 Sekunden. Tempo 200 ist nach 11,2 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt statt 317 nun 320 km/h, ist aber elektronisch begrenzt, wie Mercedes betont.
Deutlicher als diese nur marginal besseren Werte dürfte sich das neu entwickelte Fahrwerk „AMG Ride Control Performance“ bemerkbar machen. Es ist straffer abgestimmt verzichtet auf einen Comfort-Modus. Das Verhindern von Wank- und Nickbewegungen soll eine noch bessere Rennstrecken-Performance erlauben. Mercedes verspricht für die GT-Version schnellere Rundenzeiten auf Rennstrecken als mit dem normalen SLS.
Alcantara innen
Zu erkennen ist der SLS AMG GT an abgedunkelten Scheinwerfern und Heckleuchten sowie rot lackierten Bremssätteln. Das AMG-Logo rechts auf dem Heckdeckel trägt den Zusatz GT. Die Felgen sind ab Werk 19 Zoll groß. Das Interieur ist sportlich-elegant gehalten. Die Sportsitze verfügen über eine Sitzmittelbahn aus Alcantara und ein geprägtes AMG-Wappen in der Kopfstütze. Auch die Türverkleidungen sind mit Alcantara bezogen. In Kombination mit der schwarzen Innenausstattung sind rote Sicherheitsgurte an Bord. Das Sportlenkrad mit unten abgeflachtem Kranz trägt eine rote Zwölf-Uhr-Markierung.
Aufpreis: knapp 18.000 Euro
Für alle SLS-Varianten ist künftig auf Wunsch die Ausstattung „AMG designo Leder Exklusiv Style“ verfügbar. Sie kostet 5772 Euro und ist wahlweise ein- oder zweifarbig zu haben. Dabei wird die komplette Instrumententafel, die Armauflagen sowie die Hutablage (beim Coupé) oder die Überrollbügel (beim Roadster) mit Leder im Rauten-Design verkleidet. Auf den Markt kommt der SLS AMG GT im Oktober 2012. Das Coupé kostet mindestens 204.680 Euro, für den Roadster werden wenigstens 213.010 Euro fällig. Das entspricht jeweils einem Aufpreis von 17.850 Euro gegenüber den herkömmlichen SLS-Modellen. (imp)