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Mercedes S 400 Hybrid – unterwegs in der Serienversion

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Mit dem Facelift für die gesamte S-Klasse kommt der große Mildhybrid zum Händler. Grund genug, die laut Hersteller sparsamste Luxuslimousine mit Ottomotor der Welt in der Serienversion zu fahren

Stuttgart, 15. Mai 2009 – Als Prototyp konnten wir ihn schon fahren, mit dem Facelift für alle Modelle der S-Klasse kommt der Mercedes S 400 Hybrid jetzt auch zum Händler. Grund genug für uns, die laut Hersteler sparsamste Luxuslimousine mit Ottomotor der Welt als Serienmodell zu fahren.

"Das Design unterliegt keinen kurzfristigen Strömungen", sagt Marketing-Chef Klaus Maier. Und so ist der äußere Feinschliff auch nur dezent ausgefallen: An der Frontpartie der überarbeiteten S-Klasse fällt der stärker gepfeilte Kühlergrill auf. Die Stoßfänger wurden dezent überarbeitet und haben nun eine Lichtkante und eine Chromleiste unterhalb der Kühlluftöffnungen bekommen.

Mercedes S 400 Hybrid – unterwegs in der Serienversion (0 Bilder) [1]

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Freundlich schaut der große Benz aus Bi-Xenon-Scheinwerfern, die nun serienmäßig bei jedem Modell verbaut sind. Der S 400 Hybrid hat ebenfalls ab Werk das LED-Lichtpaket: LED-Leisten für Tagfahrlicht und Blinker geben dem edlen Mercedes ein unverwechselbares Gesicht. Auch die Heckpartie haben die Designer nur behutsam überarbeitet. Was uns jetzt besser gefällt als vorher: Neue Rückleuchten mit waagerechten weißen Lichtstreifen ersetzten die bisherige Variante mit in Wagenfarbe lackierten Spangen.

Wer nicht jeden Tag am Steuer einer S-Klasse Platz nimmt, muss sich nach dem Einsteigen zunächst orientieren: Die serienmäßigen und optionalen Ausstattungsmöglichkeiten für den großen Benz sind mannigfaltig – entsprechend viele Tasten, Knöpfe und Anzeigen gibt es. Hat man sich aber einmal einen Überblick verschafft, findet man sich gut zurecht. Ein Novum ist der Splitview-Monitor [3], der mit Kopfhörern und Fernbedienung geliefert wird. Während der Fahrer beispielsweise Navigations-Infos sieht, kann der Beifahrer aus seinem Blickwinkel eine DVD schauen – beides über dasselbe Display in der Mitte der Armaturentafel. Das funktioniert hervorragend und mit einer klaren Anzeige: Für keinen der beiden Betrachter überlagern sich die Bilder.

Der S 400 Hybrid basiert auf dem S 350. Dessen V6-Ottomotor wurde modifiziert und mit einer Atkinson-Ventilsteuerung ausgestattet, die den Wirkungsgrad des Verbrenners erhöht. Dieser leistet nun 205 kW (279 PS). Er wird mit einem scheibenförmigen Elektromotor gekoppelt, der im Wandlergehäuse zwischen der Automatik und dem Ottomotor platzsparend eingebaut ist. Der 15 kW (20 PS) starke Elektromotor dient gleichzeitig als Anlasser und als Generator. Gespeist wird das Elektroaggregat aus einer Lithium-Ionen-Batterie. Sie wird an die Stelle der herkömmlichen Starterbatterie in den Motorraum eingebaut, folglich bleibt das Kofferraumvolumen (560 Liter) erhalten.

Die Vorteile gegenüber einer Nickel-Metallhydrid-Batterie, wie sie beispielsweise Lexus verwendet, liegen laut Mercedes in einer höheren Energiedichte und einem besseren Wirkungsgrad bei geringerem Gewicht und kompakteren Abmaßen. Die S-Klasse wird durch das Hybridsystem dennoch um 75 kg schwerer als der vergleichbare Benziner.

Beim Umdrehen des Zündschlüssels wirft der Elektromotor den Benziner an. Das passiert sehr sanft und leise. Weniger sanft, dafür mit viel Druck im Rücken erleben wir die so genannte Boost-Funktion der E-Maschine: Tritt man das Gaspedal kräftig durch, unterstützt der Stromer den Benziner beim Antrieb. Gemeinsam liefern beide Motoren Mercedes zufolge 299 PS und ein Drehmoment von 385 Newtonmetern zwischen 2400 und 5000 Touren. Das reicht, um den langen Benz in 7,2 Sekunden auf Tempo 100 zu schaffen und ihm eine Spitze von 250 km/h zu ermöglichen. Der Boost ist spürbar und verhilft dem "S" im Alltag zu mehr als ausreichenden Fahrleistungen.

Rollt der Wagen im Schubbetrieb, arbeitet der Elektromotor als Generator und wandelt die Bewegungsenergie in elektrische Energie um, die in der Lithium-Ionen-Batterie gespeichert wird. Diese "Rekuperation" nimmt der Fahrer zunächst kaum wahr. Erst wenn er das Bremspedal leicht betätigt, macht sich ein stärkeres Abbremsen bemerkbar. Dann nämlich wird die Generatorleistung erhöht, was zu einer stärkeren Verzögerung führt. Dieses Feedback beim leichten Tritt aufs Bremspedal wirkt am Anfang ein wenig steril, man gewöhnt sich aber schnell daran.

Beim noch kräftigeren Druck auf den Bremshebel werden zusätzlich die hydraulischen Radbremsen aktiv. Sinkt die Geschwindigkeit unter 15 km/h, wird der Verbrennungsmotor ganz abgeschaltet. Man rollt also ganz leise an die Ampel heran, wartet bis "Grün" kommt, nimmt den Fuß von der Bremse und tippt das Gaspedal an. Der Fahrer spürt, dass der Motor wieder startet, als Beifahrer bekommt man davon kaum etwas mit, so leise ist der V6. Auf der Armaturentafel wird dabei grafisch veranschaulicht, wie die Energie beim Beschleunigen oder Bremsen fließt und ob die Batterie geladen wird.

Der S 400 Hybrid fährt sich so sanft wie eine konventionelle S-Klasse. Wir gleiten souverän und weich gefedert über den Asphalt. Wer auf kurvenreicher Strecke schnell unterwegs ein will, schaltet das Luftfeder-System Airmatic in den strafferen Sportmodus. Auch das serienmäßige Automatikgetriebe 7G-tronic, das seinen Dienst nahezu unbemerkt verrichtet, kann auf Knopfdruck dazu gebracht werden, später hoch- oder früher runterzuschalten. Somit können wir flott unterwegs sein, allerdings ohne allzu bissigen Sport-Anspruch. Dafür wird der Spar-Luxusliner aber auch nicht gebaut. Viel beeindruckender ist der Verbrauchswert: Laut Mercedes genehmigt sich der S 400 Hybrid einen Schnitt von 7,9 Liter Benzin, der CO2-Ausstoß soll bei 186 Gramm pro Kilometer liegen. Bei unserer ersten Ausfahrt in den Schwarzwald haben wir bei einer Strecken-Mischung von Autobahn, Landstraße und Ortschaften immerhin einen Wert von 9,5 Liter am Bordcomputer abgelesen. Das ist immer noch ein halber Liter weniger als der eng verwandte Ottomotor des S 350 ohne Elektro-Unterstützung im Schnitt verbrauchen soll.

Der S 400 Hybrid steht ab dem 26. Juni 2009 in der Reihe der gelifteten S-Klassen beim Händler. Er kostet 85.323 Euro in der Normalversion, die lange Ausführung ist ab 93.177 Euro zu haben. Ab Werk gibt es die 7G-tronic, die adaptive Luftfederung, das LED-Paket, das Comand-APS-System mit Festplatten-Navigation, 7,2-GByte-Musikspeicher, Media-Interface mit iPod-Anschluss und Bi-Xenonscheinwerfer. Mit einer ganzen Reihe von Assistenzsystemen lässt sich die S-Klasse weiter aufrüsten. Ein Abstands-Tempomat, ein Nachtsichtassistent oder aktive Multikontursitze sind ebenso bestellbar wie das neue "Intelligent Light System", das automatisch die Scheinwerfer der jeweiligen Fahrsituation anpasst. Der S 350 kostet 76.160 Euro. Rechnet man die Zusatzausstattung im S 400 Hybrid ein, ergibt ein Aufpreis von etwa 4600 Euro gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten S 350.

Modell Mercedes S 400 Hybrid
Motorart Otto-V-Motor mit Atkinson-Ventilsteuerung
Zylinder 6
Ventile pro Zylinder 4
Hubraum in ccm 3.498
Leistung in PS 279
Leistung in kW 205
bei U/min 6.000
Drehmoment in Nm 350
bei U/min 2.400-5.000
Antrieb Heckantrieb
Gänge 7
Getriebe Automatik
Spurweite vorn in mm 1.600
Spurweite hinten in mm 1.606
Radaufhängung vorn Vierlenkerachse, Bremsmomentabstützung, Luftfederung, Gasdruckstoßdämpfer, Querstabilisator
Radaufhängung hinten Raumlenkerachse, Anfahr- und Bremsmomentabstützung, Luftfederung, Gasdruckstoßdämpfer, Querstabilisator
Bremsen vorn Scheiben innenbelĂĽftet
Bremsen hinten Scheiben
Wendekreis in m 11,8
Räder, Reifen vorn 235/55 R 17
Räder, Reifen hinten 235/55 R 17
Lenkung geschwindigkeitsabhängige Zahnstangen-Servolenkung
Länge in mm 5.096
Breite in mm 1.871
Höhe in mm 1.479
Radstand in mm 3.035
Leergewicht in kg nach EU inklusive 68 kg Fahrer und 7 kg Gepäck 1.955
Zuladung in kg 595
Kofferraumvolumen in Liter 560
Kraftstoffart Super
Höchstgeschwindigkeit in km/h 250
Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 7,2
EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 7,9
EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km 10,7
EG-Verbrauch auĂźerorts in Liter/100 km 6,3
CO2-Emission in g/km 186
Autonews Datenblatt-ID 24394
ASR Serie
ABS Serie
ESP Serie
Währung Euro
Grundpreis 85.323
Airbag Fahrer Serie
Airbag Beifahrer Serie
Seitenairbags vorn Serie
Kopfairbags vorn Serie
Seitenairbags hinten Serie
Kopfairbags hinten Serie
elektr. Fensterheber vorn Serie
elektr. Fensterheber hinten Serie
elektr. verstellbare AuĂźenspiegel Serie
Klimaautomatik Serie
Zentralverriegelung mit Fernbed. Serie
Automatikgetriebe Serie
Navigationssystem Serie
CD-Player Serie
MP3 Serie
Schiebedach ab 1.297
Metallic-Lackierung 1.142
Leichtmetallfelgen Serie
Sitzhöheneinstellung Serie
Tempomat Serie
Lederausstattung ab 2.618
Xenon-Scheinwerfer Serie
Kurvenlicht Serie
Nebelscheinwerfer Serie
Modell Mercedes S 400 Hybrid
Einpark-Paket inkl. Kamera und ParkfĂĽhrung 1.130
Fahrassistenz-Paket inkl. Abstandstempomat, Bremassistent Plus, Spurhalte und Totwinkelassistent 2.558
Nachtsicht-Assistent inkl. Personenerkennung 2.047
Entertainment-Paket inkl. Splitview-Monitor, Kopfhörer und Fernbedienung, Surround-Sound, DVD-Wechsler 2.142
Einpark-Paket inkl. Kamera und ParkfĂĽhrung 1.130
Fahrassistenz-Paket inkl. Abstandstempomat, Bremassistent Plus, Spurhalte und Totwinkelassistent 2.558
Nachtsicht-Assistent inkl. Personenerkennung 2.047
Entertainment-Paket inkl. Splitview-Monitor, Kopfhörer und Fernbedienung, Surround-Sound, DVD-Wechsler 2.142
Einpark-Paket inkl. Kamera und ParkfĂĽhrung 1.130
Fahrassistenz-Paket inkl. Abstandstempomat, Bremassistent Plus, Spurhalte und Totwinkelassistent 2.558
Nachtsicht-Assistent inkl. Personenerkennung 2.047
Entertainment-Paket inkl. Splitview-Monitor, Kopfhörer und Fernbedienung, Surround-Sound, DVD-Wechsler 2.142
Einpark-Paket inkl. Kamera und ParkfĂĽhrung 1.130
Fahrassistenz-Paket inkl. Abstandstempomat, Bremassistent Plus, Spurhalte und Totwinkelassistent 2.558
Nachtsicht-Assistent inkl. Personenerkennung 2.047
Entertainment-Paket inkl. Splitview-Monitor, Kopfhörer und Fernbedienung, Surround-Sound, DVD-Wechsler 2.142

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