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Mercedes Concept BlueZero: Elektrofahrzeuge in Detroit

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Die Schwaben zeigen seriennahe Studien, die sich optisch schon an der kommenden B-Klasse orientieren. Das Antriebsspektrum reicht von der Brennstoffzelle über einen reinen Plug-in-Hybrid bis zum Smart-Motor als Range Extender

Stuttgart, 12. Dezember 2008 – Mit einem Trio seriennaher Konzeptautos namens BlueZero zeigt Mercedes-Benz auf der Detroit Auto Show (11. bis 25. Januar 2009) verschiedene Varianten der Elektromobilität. Nebenbei erlauben die schwäbischen Concept Cars einen Ausblick auf die Optik der neuen B-Klasse, die für 2010 erwartet wird.

Alle Modelle sind 4,22 Meter lang und bieten fünf vollwertige Sitzplätze sowie einen Gepäckraum von über 500 Liter Größe. Die für die Baureihe typische Sandwichboden-Architektur ermöglicht die Integration von verschiedenen alternativen Antrieben. Der spezielle Fahrzeugaufbau bietet laut Mercedes eine Reihe von Vorzügen gegenüber Elektroautos, die auf konventionellen Plattformen aufbauen. Hierzu zählen ein gegenüber der normalen B-Klasse unverändertes Raumangebot, ein sicheres Fahrverhalten aufgrund des niedrigen Schwerpunkts und eine hohe Crash-Sicherheit.

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Das BlueZero-Design leistet sich einige Besonderheiten. Am auffälligsten sind die geschlossene Frontschürze ohne Kühllufteinlässe und die 20-Zoll-Leichtlaufräder. Die grau getönte Heckklappe besteht komplett aus leichtem, aber hochstabilen Lexan. Die Rücklichter sind in Form eines geschwungenen "L" ausgeführt.

Alle drei BlueZero-Modelle besitzen Frontantrieb. Der gelblackierte BlueZero E-Cell besitzt einen rein elektrischen Antrieb mit einer Reichweite von 200 Kilometern. Der grüne F-Cell setzt hingegen auf eine Brennstoffzelle zur Stromproduktion an Bord, was eine Reichweite von deutlich über 400 Kilometern ermöglichen soll. Das Modell E-Cell Plus besitzt einen Verbrennungsmotor, der als Range Extender für den elektrischen Antrieb dient. Hier beträgt die Gesamtreichweite 600 Kilometer, rein elektrisch kann bis zu 100 Kilometer weit gefahren werden. Die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge auf 150 km/h begrenzt.

Die flexibel kombinierbaren Antriebskomponenten haben die Mercedes-Ingenieure in einem modularen Baukastensystem zusammengefasst. Dazu zählen modernste flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Akkus mit bis zu 35 kWh Speicherkapazität sowie der kompakte, maximal 100 kW starke Elektromotor mit einer Dauerleistung von 70 kW. Er entwickelt ein maximales Drehmoment von 320 Newtonmetern. Alle drei Varianten beschleunigen in weniger als 11 Sekunden auf 100 km/h.

Bei einer Ladeleistung von 15 kW können die Akkus des BlueZero E-Cell und des E-Cell Plus innerhalb von 30 Minuten genügend Energie für 50 Kilometer Reichweite speichern. Bei Aufladung an einer haushaltsüblichen Steckdose verdoppeln sich die Ladezeiten. In den beiden E-Cell-Modellen ist eine Elektronik vorgesehen, die intelligente Ladestationen und Abrechnungssysteme unterstützt. Beim BlueZero E-Cell Plus ist im Heck als zusätzlicher Range-Extender der aus dem Smart fortwo bekante Einliter-Turbobenziner mit 71 PS eingebaut. Bei 3500 Umdrehungen pro Minute gibt er seine maximale Leistung ab. Er lädt bei Bedarf über einen 50-Kilowatt-Generator den 17,5 kWh fassenden Akku nach.

Dr. Thomas Weber, Entwicklungsvorstand bei Mercedes, ist vom BlueZero-Konzept überzeugt: "Die weiter entwickelte Sandwichboden-Plattform ist die perfekte Basis für eine weit gefächerte Fahrzeugpalette mit elektrischen Antrieben." Für künftige Kompaktmodelle mit optimierten Verbrennungsmotoren an Bord arbeite man zurzeit an einer neuen, zusätzlichen Plattform. Ab 2009 sollen die ersten Brennstoffzellenautos mit Stern als Kleinserie auf den Markt kommen, rein elektrisch betriebene Fahrzeuge werden ab 2010 folgen. Schon jetzt laufen Pilotprojekte mit Elektro-Smarts in Berlin [3] und in London [4]. (rh [5])


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[3] https://www.heise.de/news/E-Mobility-Berlin-Elektroauto-Pilotprojekt-gestartet-462212.html
[4] https://www.heise.de/news/Smart-Electric-Drive-Lautlos-und-sauber-durch-die-Stadt-428912.html
[5] mailto:rh@ix.de