Mehr als 100 Verfahren gegen österreichische Tauschbörsen-Nutzer
Die IFPI Austria zieht eine Zwischenbilanz ihrer "Aktion scharf". 14 FĂ€lle wurden bislang per auĂergerichtlicher Einigung beigelegt.
Der Verband der österreichischen Musikwirtschaft IFPI Austria [1] hat im Rahmen seiner Anfang Oktober gestarteten "Aktion scharf" gegen Tauschbörsen-Teilnehmer bisher mehr als 100 Verfahren eingeleitet. Davon wurden bisher 14 FĂ€lle mit auĂergerichtlichen Einigungen erledigt. Die ertappten Tauschbörsen-Teilnehmer -- mehrheitlich MĂ€nner im Alter von 20 bis 40 Jahre -- hĂ€tten sich zur Löschung der illegalen Musikdateien, zur Unterlassung der weiteren gesetzwidrigen Verbreitung von Musik im Internet und zur Zahlung von Kosten- und Schadenersatz bis zu 4000 Euro verpflichtet, teilt der Verband mit.
"Das erste Ziel der Aktion, nĂ€mlich das Bewusstsein fĂŒr den Schutz des geistigen Eigentums zu stĂ€rken und klar zu machen, dass Raubkopieren im Internet gesetzeswidrig ist, konnte bereits erreicht werden", sagte Franz Medwenitsch, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der IFPI Austria. "Praktisch jeder Filesharer weiĂ mittlerweile, dass er Urheberrecht verletzt und dass das ernste Folgen haben kann." Dies versucht die österreichische Musikindustrie durch Instant Messages an Tauschbörsen-Teilnehmer zu erreichen, von denen bisher 100.000 verschickt worden seien.
Die deutsche Musikindustrie hat in diesem Jahr ebenfalls eine Klagewelle angestoĂen. Ende MĂ€rz wurden im Namen der IFPI die ersten 68 Klagen gegen illegale Musikanbieter eingereicht. Bis Oktober folgten 100 weitere Anzeigen [2]. Auch in der Schweiz geht die Musikindustrie gegen Tauschbörsen-Nutzer [3] vor. (anw [4])
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[1] http://www.ifpi.at/
[2] https://www.heise.de/news/Deutsche-Musikindustrie-sieht-Abschreckung-durch-Klagen-107539.html
[3] https://www.heise.de/news/IFPI-Schweiz-erzielt-800-Vergleiche-mit-Tauschboersen-Nutzern-103205.html
[4] mailto:anw@heise.de
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