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Maserati Quattroporte Nummer 6

Matthias Nauman
Die sechste Generation: Maserati stellt einen neuen Quattroporte vor.

Maserati stellt auf der Auto Show in Detroit die sechste Generation des Quattroporte vor. Die elegante Luxus-Limousine wird deutlich größer und erhält neu entwickelte Motoren

Frankfurt/Main, 10. Dezember 2012 – Maserati stellt auf der North American Auto Show in Detroit (19. bis 27. Januar 2013) die nächste Generation des Quattroporte vor. Die sportlich-elegante Luxus-Limousine wird deutlich größer und erhält neue Motoren, die bei Ferrari gefertigt werden.

Mit einer Länge von 5,26 Meter wächst der Viertürer im Vergleich zum Vorgänger um 20 Zentimeter und liegt damit künftig auf dem Niveau der Langversion des Audi A8 [1]. Beim Radstand legt der Quattroporte um elf Zentimeter auf 3,17 Meter zu. Davon profitieren in erster Linie die Passagiere im Fond, die zehn Zentimeter mehr Beinfreiheit als im alten Modell haben. Der Kofferraum fasst mit 530 Liter künftig 80 Liter mehr als bisher. Zahlreiche Teile aus Aluminium wie Türen, Kotflügel, Motorhaube und Kofferraumdeckel senken das Gewicht gegenüber dem Vorgänger um 100 auf jetzt 1900 Kilogramm.

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Der 3,8-Liter-V8-Motor inklusive Twin-Turbo-Aufladung und Benzindirekteinspritzung bringt es auf 530 PS, das sind 80 PS mehr als beim bisherigen Topmodell Quattroporte Sport GT S. Das maximale Drehmoment liegt bei 650 Nm und steht zwischen 2000 und 4000/min an. Kurzzeitig sind im Overboost sogar 710 Nm möglich. Der Achtzylinder-Quattroporte beschleunigt in 4,7 Sekunden von null auf Tempo 100. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 307 km/h avanciert die Sport-Limousine zum schnellsten Maserati, den es bislang gab.

Die zweite Maschine ist ein Dreiliter-V6-Benziner mit 410 PS und einem maximalen Drehmoment von 550 Nm. Im normalen Betriebsmodus wird das Drehmoment allerdings auf 500 Nm gekappt, wovon sich die Italiener eine „komfortablere Fahrt“ versprechen. Alternativ zum serienmäßigen Hinterradantrieb steht für das V6-Modell – erstmals bei Maserati [4] – ein Allradsystem zur Verfügung. Die 4x4-Version spurtet in 4,9 Sekunden von null auf 100 km/h, das sind zwei Zehntelsekunden schneller als der die Version mit Hinterradantrieb. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Maserati 285 beziehungsweise 284 km/h an. Die Kraftübertragung erfolgt bei allen Varianten über eine Achtgang-Automatik von ZF.

Serienmäßig ist ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse montiert. Der neue Quattroporte rollt auf 20-Zoll-Leichtmetallrädern. Gegen Aufpreis sind auch 21- und 19-Zöller erhältlich. Letztere sollen den Kraftstoffverbrauch reduzieren. Die gemeinsam mit Brembo entwickelte Bremsanlage umfasst Bremssättel in Monoblockbauweise sowie gelochte und gerillte Bremsscheiben.

Im Cockpit kommt ein neues Bediensystem mit 8,4-Zoll-Touchscreen zum Einsatz. Darüber werden das serienmäßige Navigationssystem, das Radio, der DVD-Player, der Bordcomputer und die Klimatisierung gesteuert. Leider sitzt der Bildschirm etwas tief, was für die Bedienung zwar nicht schlecht ist, das Ablesen lenkt aber mehr als nötig ab. Vielleicht rüstet Maserati irgendwann ein Head-up-Display nach.

Als Extras stehen unter anderem ein WLAN-Hotspot, ein Rear-Entertainmentsystem mit zwei 10,2-Zoll-Monitoren und ein Soundsystem von B&W mit 15 Lautsprechern zur Verfügung. Im Fond können Kunden zwischen einer Dreier-Rückbank und zwei individuell einstellbaren Einzelsitzen wählen. Auf Wunsch gibt es zudem zwei ausklappbare, lederbezogene Tische und eine eigene Fond-Klimaautomatik. Marktstart für den neuen Maserati Quattroporte ist Anfang 2013. Zunächst wird es ausschließlich die V8-Variante zu Preisen ab etwa 145.000 Euro geben. Der Basis-V6 wird etwas später folgen. (imp)


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[1] https://www.heise.de/news/Hybrid-fuer-wen-1499845.html
[2] https://www.heise.de/bilderstrecke/4735348.html?back=1764386;back=1764386
[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/4735348.html?back=1764386;back=1764386
[4] http://www.heise.de/autos/thema/Maserati