Maryland hÀlt an Diebold-Wahlmaschinen fest
Der US-Bundesstaat Maryland will trotz heftiger Diskussionen an der Anschaffung von Touch-Screen-Terminals von Diebold fĂŒr Wahlen festhalten.
Der US-Bundesstaat Maryland will trotz heftiger Diskussionen an der Anschaffung von Touch-Screen-Terminals fĂŒr Wahlen von Diebold [1] festhalten. Zwar stellt eine am gestrigen Mittwoch in AuszĂŒgen veröffentlichte Untersuchung der Science Application International Corp. fest, dass das System erhebliche Sicherheitsrisiken aufweise; der Wahlmaschinen-Hersteller gelobt [2] jedoch Besserung.
Seine Kritiker wird Diebold damit kaum beruhigen. Die Informatiker Tadayoshi Kohno, Adam Stubblefield, Aviel D. Rubin und Dan S. Wallach hatten in einem Aufsatz [3] die Software der Terminals analysiert, die -- wahrscheinlich wegen schlampiger interner SicherheitsmaĂnahmen -- eine Zeit lang auf einem offenen FTP-Server lag. Die Wissenschaftler kamen zu einem vernichtenden Urteil ("far below even the most minimal security standards"). Der jetzt vorliegende, 40 Seiten umfassende Auszug [4] gibt ihnen zum Teil recht, betont jedoch, die Wissenschaftler hĂ€tten lediglich die Software analysiert und nicht das Gesamtsystem untersucht. Dies zu diskutieren ist jedoch auch auf der Grundlage der nun erfolgten Veröffentlichung kaum möglich: In dem Auszug sind diverse technische Details nicht ausgefĂŒhrt. (wst [5])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-85877
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.dieboldes.com
[2] http://www.diebold.com/dieboldes/maryland.htm
[3] http://avirubin.com/vote.pdf
[4] http://www.dbm.maryland.gov/dbm_search/technology/toc_voting_system_report/votingsystemreportfinal.pdf
[5] mailto:wst@technology-review.de
Copyright © 2003 Heise Medien