Mangelhafte Testprozesse Hauptgrund fĂŒr Softwarefehler
Eine Befragung unter Softwareentwicklern, Testern und Softwareprojektleitern gröĂerer mittelstĂ€ndischer Unternehmen sieht Potenzial fĂŒr vollstĂ€ndig automatisierte Testsysteme in der Softwareentwicklung.
Nicht Designfehler sind der Hauptgrund fĂŒr gröĂere Fehler in ausgelieferter Software, sondern schlechte Testprozesse oder Testinfrastrukturen. Das ist das Ergebnis einer vor allem unter Softwareentwicklern in Nordamerika durchgefĂŒhrten Erhebung [1] von Electric Cloud und Osterman Research [2]. 58 Prozent der Befragten sehen die Probleme fĂŒr mangelhafte Software in schlechten Testprozessen. Etwas weniger als ein Drittel sind der Meinung, dass eine schlechte Architektur fĂŒr die meisten Fehler in der Softwareentwicklung verantwortlich sei.
46 Prozent beurteilten, dass sie nicht genĂŒgend Zeit fĂŒr das Testen aufwendeten, als sie es eigentlich tun sollten. Das wird auch dadurch untermauert, dass 53 Prozent angaben, ihre Testmöglichkeiten seien durch die ihnen zur VerfĂŒgung gestellte Infrastruktur begrenzt. Mehr als ein Drittel von ihnen schĂ€tzten, dass ihre Unternehmen nicht genĂŒgend Tests zu einem frĂŒhen Zeitpunkt durchfĂŒhren lieĂen, was zu deutlich höheren Kosten am Ende der Entwicklung fĂŒhre beziehungsweise zu einem höheren Entwicklungsaufwand.
12 Prozent der Softwarefirmen nutzten laut Umfrage vollstĂ€ndig automatisierte Testsysteme, beinahe 10 Prozent gaben an, alle Tests manuell durchzufĂŒhren. 56 Prozent der befragten Entwickler berichteten, dass spĂ€t entdeckte Fehler immer zu einer verzögerten Auslieferung der Software gefĂŒhrt hĂ€tten. Die Autoren der Studie sehen vor allem Potenzial in einer weiteren Verbreitung automatisierter Testsysteme, denn 88 Prozent der beteiligten Unternehmen fĂŒhrten â wenn auch teilweise â noch manuelle Tests durch, was leidvolle Erfahrungen nach sich ziehen könne.
Die Grundlage fĂŒr die Ergebnisse ist die Befragung von knapp 150Â Softwareentwicklern, Testern und Softwareprojektleitern, die fĂŒr Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen mit mindestens 1000Â Angestellten und 50Â Entwicklern arbeiten. (ane [3])
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[1] http://www.electric-cloud.com/news/2010-0602.php
[2] http://www.ostermanresearch.com/
[3] mailto:ane@heise.de
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