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MCI einigt sich mit ehemaligen Managern

Dr. Wolfgang Stieler

Ehemalige hochrangige Worldcom-Manager, darunter der frĂŒhere CEO des Unternehmens Ebbers, zahlen insgesamt 51 Millionen US-Dollar EntschĂ€digung als Ausgleich fĂŒr den Wertverlust beim Pensionsfonds.

Im Rechtsstreit mit BeschĂ€ftigten um Pensionszahlungen hat sich der US-Telecom-Konzern MCI (ehemals WorldCom) mit den KlĂ€gern und ehemaligen hochrangigen Managern gĂŒtlich geeinigt. Der Konzern war verklagt worden, weil sein Pensionsfonds nach diversen Bilanzskandalen erheblich an Wert verloren hatte. Nach US-Medienberichten erklĂ€rten sich nun ehemalige hochrangige Worldcom-Manager, darunter der frĂŒhere CEO des Unternehmens Ebbers, bereit, insgesamt 51 Millionen US-Dollar EntschĂ€digung als Ausgleich fĂŒr den Wertverlust zu zahlen. Bernard Ebbers, gegen den ein Verfahren wegen BilanzfĂ€lschung lĂ€uft [1], zahlt vier Millionen US-Dollar.

Im Juni 2002 gab der Konzern erstmals bekannt, man habe bei internen ÜberprĂŒfungen Ungereimtheiten in den Bilanzen entdeckt. Aus Falschbuchungen in Höhe von 3,85 Milliarden US-Dollar wurden bald rund 11 Milliarden US-Dollar und damit der grĂ¶ĂŸte Bilanzskandal in der US-amerikanischen Wirtschaftsgeschichte. Im Juli 2002 suchte Worldcom darum GlĂ€ubigerschutz gemĂ€ĂŸ Chapter 11 des US-Konkursrechtes. Im April konnte der Konzern das Insolvenzverfahren beenden [2]. (wst [3])


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Weitere-Anklage-gegen-Ex-Worldcom-Chef-Ebbers-99315.html
[2] https://www.heise.de/news/MCI-beendet-Insolvenzverfahren-97265.html
[3] mailto:wst@technology-review.de