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Lucent bietet 15.000 Managern Vorruhestand an

Wolfgang Stieler

Der in die Krise geratene Telekommunikations-Ausrüster Lucent Technologies will 15.000 US-Managern ein Vorruhestandsprogramm anbieten, um so Kosten zu sparen.

Der in die Krise geratene Telekommunikations-Ausrüster Lucent Technologies will 15.000 US-Managern ein Vorruhestandsprogramm anbieten, um so Kosten zu sparen. Das berichtet das Wall Street Journal in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf gut informierte Kreise. Der Konzern könnte – falls auch nur die Hälfte der Angefragten das Angebot annehmen würde – jährlich 100 Millionen US-Dollar an Kosten einsparen.

Nach der gescheiterten Fusion [1] mit Alcatel bemüht das Lucent-Management sich, den Konzern so schnell wie möglich wieder aus der Finanzmisere zu manövrieren. Lucent-CEO Henry Schacht hatte auf einer Telekommunikations-Konferenz in Atlanta angekündigt, seine Firma wolle die Einsparungsbemühungen "beschleunigen". Weitere Umstrukturierungspläne wollte Schacht in den nächsten Wochen offiziell bekant geben. Wallstreet-Analysten erwarten, dass dann auch ein Käufer für die Glasfaser-Sparte von Lucent bekannt gegeben wird – der Erlös aus dem Verkauf dieses Firmenzweiges wird allerdings mittlerweile auf nur noch vier statt der ursprünglichen acht Milliarden US-Dollar geschätzt. Lucent beschäftigt laut Wall Street Journal zur Zeit 104.000 Mitarbeiter. Zum 31. Juli will der Telekommunikationsriese die im Januar angekündigten 10.000 Entlassungen abgearbeitet haben. (wst [2])


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https://www.heise.de/-38737

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Schadensbegrenzung-bei-Alcatel-und-Lucent-37747.html
[2] mailto:wst@technology-review.de