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Listen.com bietet zukünftig Musik von BMG und EMI

Sven Hansen

Für die Kunden des US-amerikanischen Musikportals wird es schon bald eine größere Auswahl an Musikstücken geben.

Langsam scheinen die Plattenlabels ihre Online-Enthaltsamkeit aufzugeben: Das US-amerikanische Musikportal Listen.com [1] wird in Zukunft Inhalte von BMG und EMI vertreiben. Mit dem Rhapsody-Player, über den Listen.com bisher vor allem Musik kleinerer Labels anbietet, sind nun erstmals auch Musikstücke großer Plattenfirmen im Angebot, berichten US-amerikanische Medien.

Wie die meisten Musikportale bemühte sich auch Listen.com seit langem, Lizenzen für den Vertrieb von Musikstücken der Major-Labels zu erwerben. Bisher zeigten sich die Plattenfirmen jedoch stets verschlossen, arbeiteten sie doch im Hintergrund an ihren eigenen Lizenzierungsdiensten Pressplay [2] und MusicNet [3]. Doch die Einstellung der Plattenfirmen wandelt sich, meint CEO Sean Ryan von Listen.com: "Wir haben generell festgestellt, dass die Labels langsam selber an realistischen Abrechnungsmodellen für die Lizenzierung interessiert sind."

Anscheinend gerät die Musikindustrie durch den starken Umsatzrückgang beim CD-Verkauf zunehmend in Zugzwang. Am Interesse der Kundschaft an Musik über das Internet besteht kein Zweifel -- doch ist bisher unklar, welches Geschäftsmodell am besten geeignet ist, die Interessen von Kunden, Künstlern und Labels auf den gleichen Nenner zu bringen. (sha [4])


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https://www.heise.de/-55213

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.listen.com
[2] https://www.heise.de/news/Pressplay-gestartet-52342.html
[3] https://www.heise.de/news/Musicnet-erstmals-in-Demoversion-vorgestellt-43364.html
[4] mailto:sha@ct.de