Linux in China
Während Canonical zunehmende Downloads von Ubuntu Kylin meldet, sind bei der in China entwickelten Linux-Distribution Red Flag offenbar die Lichter ausgegangen.
Canonical meldet, dass Ubuntu Kylin, eine auf chinesische Anforderungen optimierte Ubuntu-Version [1], seit der Veröffentlichung zusammen mit der Ubuntu-Version 13.04 [2] vor zehn Monaten 1,7 Millionen mal heruntergeladen wurde. Bei über 1,3 Milliarden Chinesen sind 1,7 Millionen Downloads nicht wahnsinnig viel; allerdings verweist der Ubuntu-Hersteller darauf, dass auch in China die meisten PCs mit einem vorinstallierten Betriebssystem verkauft werden.
Das kann übrigens durchaus auch Ubuntu Kylin sein: Neben Dell [3] verkaufen auch Lenovo und HP PCs und Notebooks mit vorinstalliertem Ubuntu in China. Zu deren konkreten Verkaufszahlen äußert sich Canonical nicht; in der Mitteilung ist lediglich vage von "Millionen PCs mit vorinstalliertem Ubuntu" und 2500 Verkaufsstellen die Rede.
Derweil mehren sich die Anzeichen, dass die in China entwickelte Linux-Distribution Red Flag tot ist. Die Entwicklung der vom chinesischen Staat geförderten Linux-Distribution hatte 1999 begonnen; Kooperationen unter anderem mit HP, Dell und Oracle sollten vor zehn Jahren den Erfolg für Linux in China bringen. Wie TechinAsia [4] unter Berufung auf die chinesische Website TechWeb [5] berichtet, soll Red Flag bereits seit knapp einem Jahr in einem finanziellen Engpass sein. (odi [6])
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[1] https://www.heise.de/news/Ubuntu-Kylin-soll-in-China-Referenzsystem-werden-1828942.html
[2] https://www.heise.de/tests/Ubuntu-13-04-im-Test-1849485.html
[3] https://www.heise.de/news/Dell-verkauft-Ubuntu-Notebooks-in-China-1951498.html
[4] http://www.techinasia.com/maker-chinas-domestic-desktop-os-dark-leaves-employees-pay/
[5] http://www.techweb.com.cn/it/2014-02-13/2005967.shtml
[6] mailto:odi@ix.de
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