Linux-Entwickler Alan Cox begrüßt GPLv3
Linux-Urgestein und Kernel-Hacker Alan Cox sieht die angestrebte Kompatibilität mit anderen Open-Source-Lizenzen der im Entwicklungsprozess befindlichen GPLv3 als wichtigen Schritt zu mehr Codeaustausch.
Linux-Urgestein und Kernel-Hacker Alan Cox zeigt sich mit dem ersten Entwurf [1] der im Entstehungsprozess befindlichen Version 3 [2] der Open-Source-Lizenz GPL einverstanden. Dem Branchendienst ZDnet UK [3] sagte Cox, die Mehrzahl der Neuerungen ergebe durchaus Sinn. So würden beispielsweise die Copyright-Informationen in einer About-Box angezeigt, statt in einer Textdatei versteckt zu sein, während umstrittenene Zusätze nur noch optional seien. Vor allem die angestrebte Kompatibilität mit anderen Open-Source-Lizenzen sei ein wichtiger Schritt, da dies zu mehr Codeaustausch führe.
Erst kürzlich hatte sich Linus Torvalds geweigert [4], eigenen Code oder gar den ganzen Kernel unter die GPLv3 zu stellen. Die Klauseln zur Abwehr von digitalem Rechtemanagement sind dem Linux-Schöpfer zu streng. Cox dagegen meinte, die im Entwurf der GLPv3 vorgesehenen Anti-DRM-Bestimmungen spielten für den Kernel keine Rolle. (mhe)
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-171197
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/GPLv3-der-erste-Entwurf-165949.html
[2] http://gplv3.fsf.org/
[3] http://news.com.com/2100-7344_3-6033215.html?part=rss&tag=6033215&subj=news
[4] https://www.heise.de/news/Linux-Schoepfer-Torvalds-will-Kernel-nicht-unter-die-GPLv3-stellen-169416.html
Copyright © 2006 Heise Medien