Lenovo steigert Gewinn und stößt Handy-Sparte ab
Überdurchschnittliche Verkaufserfolge bei PCs und Notebooks im Schlussquartal 2007 verhalfen dem chinesischen Hersteller annähernd zu einer Verdreifachung seines Nettogewinns. Vom wenig profitablen Handy-Geschäft will sich Lenovo hingegen trennen.
Überdurchschnittliche Verkaufserfolge bei PCs und Notebooks im Schlussquartal 2007 verhalfen Lenovo [1] zu einem Gewinnsprung. Für das Ende Dezember abgeschlossene dritte Quartal des Geschäftsjahres 2008 meldet der chinesische Hersteller einen Nettogewinn von knapp 172 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies annähernd einer Verdreifachung. Den Umsatz konnte der Hersteller immerhin 15 Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar steigern.
Während das Rechnergeschäft im Jahresrückblick ein deutlich über dem Marktdurchschnitt [2] liegendes Wachstum von rund 21 Prozent zeigt, ist Lenovo mit seiner Handy-Sparte unzufrieden. Mobiltelefone verkauft der Hersteller nahezu ausschließlich auf dem chinesischen Markt. Dort brachen die Absatzzahlen in den letzten 3 Monaten 2007 jedoch um 31 Prozent ein. Mit 108 Millionen US-Dollar trugen die Handys zuletzt nur noch mit knapp 2 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Den Geschäftsbereich will Lenovo nun für 100 Millionen US-Dollar an eine Beteiligungsgesellschaft unter der Federführung von Hony Capital veräußern. Wie Lenovo selbst ist auch Hony eine Tochterfirma der Legend Holdings [3]. Lenovo wolle sich künftig noch gezielter auf das Geschäft mit PCs, Notebooks und Servern konzentrieren. Erst kürzlich hatte der Konzern eine Vereinbarung mit IBM [4] angekündigt, die eine Lizenz-Fertigung von Servern mit Technologie des US-Herstellers vorsieht. (map [5])
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[2] http://www.heise.de/resale/news/meldung/101930
[3] http://www.legendholdings.com.cn/intro_en.asp
[4] http://www.heise.de/resale/news/meldung/102435
[5] mailto:map@ix.de
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