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Lenovo mit Quartalsverlust

| Andreas Wilkens

Der chinesische Computerhersteller hat entgegen dem Gesamtmarkttrend die Zahl der verkauften GerÀte im vergangenen Quartal leicht steigern können.

Der chinesische Computerhersteller Lenovo [1] hat zwar die Zahl der verkauften GerĂ€te im vergangenen Quartal im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent gesteigert, wĂ€hrend der Gesamtmarkt um 3,3 Prozent schrumpfte, der anhaltende Preisdruck im Markt hat dem Konzern aber einen UmsatzrĂŒckgang und rote Zahlen beschert. Der Umsatz schrumpfte um knapp 18 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar, unterm Strich steht ein Minus von 16 Millionen US-Dollar gegenĂŒber 110 Millionen US-Dollar Nettogewinn vor einem Jahr.

FĂŒr den Lenovo-Vorsitzenden Liu Chuanzhi war es nach eigenen Angaben [2] klar, dass dieses Jahr schwierig werden wĂŒrde. Das werde es trotz positiver Signale auch bleiben. Sein Unternehmen habe aber bereits die nötigen Schritte unternommen, um hoffnungsvoll in ein neues Quartal zu gehen. Im Januar hatte das Unternehmen die Entlassung von 2500 Mitarbeitern angekĂŒndigt [3]. CEO Yang Yuanqing sagte, Lenovo habe mit 8,6 Prozent den höchsten Marktanteil seit der Übernahme [4] der PC-Sparte von IBM im Jahr 2004 erreicht.

Die Verkaufszahlen drĂŒcken den weiter anhaltenden Trend weg vom Desktop-PC hin zu mobilen Computer aus. Lenovo steigerte die Zahl der ausgelieferten Notebooks im Jahresvergleich um 21 Prozent, wĂ€hrend die Zahl der ausgelieferten Desktop-PCs um 15 Prozent zurĂŒckging. Mit Notebooks erwirtschaftet der Konzern inzwischen 64 Prozent seines Verkaufsumsatzes. 48 Prozent des Gesamtumsatzes stammt aus dem Heimatland China; dort hat Lenovo einen Marktanteil von gut 28 Prozent. (anw [5])


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https://www.heise.de/-750141

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[1] http://www.lenovo.com
[2] http://www.lenovo.com/news/us/en/2009/08/Q1.html
[3] https://www.heise.de/news/Lenovo-entlaesst-2500-Mitarbeiter-194982.html
[4] https://www.heise.de/news/Chinesen-kaufen-PC-Geschaeft-von-IBM-fuer-1-25-Milliarden-US-Dollar-Update-120176.html
[5] mailto:anw@heise.de